Zwei heikle Themen: Berufsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit
Dezember 22, 2007
Bei den Themen Berufs- und Arbeitsunfähigkeit handelt es sich um zwei Themen, mit denen sich die meisten Leute nicht beschäftigen möchten. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen werden die beiden Themen immer wieder in der Werbung und auch von zahlreichen Finanz- und Bankberatern angesprochen, was für die Verbraucher im Endeffekt bedeutet, dass sie entsprechende Versicherungen abschließen sollen. Zum anderen sind die beiden Themen sehr heikel. Niemand möchte berufs- oder arbeitsunfähig werden – und sehr viele Leute meinen, dass ihnen das nicht passieren könnte.
Rein statistisch betrachtet ist die Gefahr auch nicht besonders groß, dass man sich eines Tages nicht mehr in der Lage befindet, seinen Job ausüben oder gar keiner Form von Arbeit mehr nachgehen zu können. Zwar wird in der Werbung sehr gern suggeriert, dass es das Risiko sehr hoch ist. Doch häufig wird mit geschönten oder umformulierten Statistiken gearbeitet. Allerdings soll das nicht bedeuten, dass man einen entsprechenden Versicherungsschutz nicht benötigt. Denn sollte es einen tatsächlich treffen und man nicht mehr dazu fähig sein, eigenständig ein Einkommen zu erzielen, dann wird man froh sein, eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit abgeschlossen zu haben.
Denn leider ist es so, dass der Staat seine Sozialleistungen von Jahr zu Jahr kürzt (wie zum Beispiel die Streichung des Krankentagegelds bei Selbständigen). Die Versorgung für Arbeitsunfähige ist nicht mehr besonders großzügig, so dass man als Betroffener schnell Gefahr läuft, am Rande des Existenzminimums leben zu müssen. Deshalb ist es auf keinen Fall verkehrt, hinreichende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Man muss ja längst nicht immer die umfangreichsten und teuersten Versicherungsprodukte abschließen. Vielmehr geht es darum, einen Basisschutz zu schaffen, damit man im Falle von Berufsunfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit abgesichert ist.
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