Zinsen auf Talfahrt

Juni 3, 2009

Kapital gewinnbringend anzulegen wird derzeit immer schwieriger: Die Zinssätze fallen immer schneller, die Renditen schrumpfen zusehends. Insbesondere Anlagen in Tages- und Festgeld werfen immer weniger ab.

Seit der letzten Senkung der europäischen Leitzinsen verschlechtern sich die Konditionene für Tages- und Festgeld zusehends: Für Festgeld mit einer Laufzeit von 12 Monaten gibt es im Durchschnitt nur noch lediglich 1,76 Prozent Zinsen. Der Satz fiel damit von 1,81 Prozent um 0,05 Prozentpunkte. Beim Tagesgeld sieht es nicht besser aus: Hier sanken die Zinsen von schon zuvor nicht gerade üppigen 1,73 Prozent auf jämmerliche 1,65 Prozent im Schnitt.

Etwas besser sehen die Konditionen für mittelfristige Anlgen aus: Wer bereit ist, sein Kapital für 24 Monate in Festgeld anzulegen, kann derzeit mit bis zu 4,1 Prozent rechnen. Allerdings sind es eher ausländische Banken, die diese Zinssätze – übrigens auch bei Anlagen bis zu zwölf Monaten – bieten: 4,1 Prozent gibt es bei der niederländischen NIBC Direct, 3,9 Prozent bei der ebenfalls niederländischen GarantiBank. Ebenfalls unter den besten drei Offerten: Das Angebot der ebenfalls niederländischen Akbank. Der Haken: Die Banken unterliegen nicht der deutschen Einlagensicherung, sondern sind über die Niederlande bis zu einer Höhe von 100.000 Euro bis zum 31. Dezember 2010 besichert. Das beste Angebot mit deutscher Einlagensicherung liegt bei mageren 2,65 Prozent und stammt von der Ziraat Bank.

Lediglich im Tagesgeld-Bereich kann eine deutsche Bank vor ihrer niederländischen Konkurrenz punkten: Bis zum 31. August bietet die Comdirect Bank vier Prozent Zinsen für maximal 10.000 Euro Einlage. Die niederländischen Banken folgen mit 3,8 bis 3,3 Prozent.

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