Zahl überschuldeter Privathaushalte gesunken

November 5, 2008

Im Zuge des jahrelangen Wirtschaftsaufschwungs ist die Zahl der überschuldeten Privathaushalte in Deutschland stark zurückgegangen. Mit Stand 01.10.2008 sind 6,9 Millionen Privathaushalte überschuldet und entspricht einem Rückgang von 470.000 bzw. 6,7 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. Diese Zahlen stehen im “Schuldner-Atlas” der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Im Jahresvergleich ist der Anteil der überschuldeten Privathaushalte in Bezug auf die Gesamtbevölkerung bei Bürgern über 18 Jahren um 0,74 Prozent auf 10,11 Prozent gesunken. Da sich der Arbeitsmarkt erholt und viele Arbeitslose wieder einen Arbeitsplatz gefunden hätten, sind diese dadurch in der Lage ihre Schulden abzutragen. Aufgrund der bestehenden Finanzkrise rechnet Creditreform allerdings in den Jahren 2009 und 2010 mit einer neuen Welle an Überschuldeten.

Die Wirtschaft rutscht in einen Abschwung und wird nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei dazu führen, dass die Arbeitslosenzahl wieder nach oben gehen wird. Eine Überschuldung besteht, wenn die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr finanzieren können und dies über eine längere Zeitspanne hinweg. Die Bundesländer Bayern,  Baden-Württemberg und Sachsen weisen mit 7,28 Prozent, 7,65 Prozent und 9,1 Prozent die niedrigste Schuldnerquote auf. Die höchste Schuldnerquote hat Bremen mit 14,72 Prozent gefolgt von Berlin und Sachsen-Anhalt mit 13,96 Prozent bzw. 12,4 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen beläuft sich auf 48500 und entspricht einem Rückgang von 7,2 Prozent gegenüber dem Jahre 2007.

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