Wohn-Riester

März 25, 2008

Gegen Ende des Jahres 2005 wurde die Eigenzulage ersatzlos gestrichen. Seither gibt es für Privatpersonen keine Möglichkeit, eine direkte finanzielle Förderung für den Erwerb von Wohneigentum zu erhalten. Dies hat wiederum dazu geführt, die Anzahl der Immobilientransaktionen in den beiden vergangenen Jahren stark rückläufig war. Doch das soll sich schon bald ändern: In der Politik hat man sich nämlich auf eine neue Form der Eigenheimförderung geeinigt, den so genannten Wohn-Riester.

Das Wohn-Riester Konzept sieht vor, dass Riester-Sparer ihr bisher angespartes Riester-Kapital am Ende der Laufzeit entnehmen und zum Erwerb einer Immobilie nutzen dürfen. Die gesparten Riestergelder dürfen sowohl als Eigenkapital eingesetzt werden, als auch zur Tilgung von Darlehensraten herangezogen werden.

Allerdings stößt das Konzept in der Finanzwelt auf viel Gegenwehr. Finanzexperten bezeichnen das Konzept als äußerst komplex. Dementsprechend benötigen die meisten Finanzdienstleister auch noch ein wenig Zeit, um entsprechende Finanzprodukte entwickeln zu können. Gleichzeitig sind sie der Meinung, dass viele Riester-Sparer das Konzept nicht verstehen werden, so dass ein großer Ansturm auf Wohn-Riester Produkte ausbleiben wird.

Des Weiteren wird die nachgelagerte Besteuerung bemängelt. Sie sorgt dafür, dass die geleisteten Riesterzahlungen zum Eintritt in das Rentenalter nachträglich besteuert werden müssen, wodurch einige Verbraucher in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten – auch wenn die Besteuerung auch auf einen längeren Zeitraum verteilt werden kann. Somit stellt sich dann auch die Frage, ob die Riester-Sparer überhaupt einen finanziellen Vorteil durch ihre Riester-Rente genießen. Vor dem Abschluss entsprechender Produkte gilt es also genau zu rechnen.

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