Weniger Arme auf der Welt
August 28, 2008
Nach einer aktuellen Studie der Weltbank ist die Zahl der Armen weltweit gesunken, nur noch 1,4 Milliarden Menschen müssen von 1,25 US-Dollar pro Tag leben. Dies ist ein erheblicher Rückgang im Vergleich zum Jahre 1983. Dennoch ist die Armutsbekämpfung noch nicht in allen Regionen auf der Welt angekommen. Zur Zeit gibt es rund 6 Milliarden Menschen auf unseren blauen Planeten wovon 25 Prozent also 1,4 Milliarden Erdenbürger zu den Armen zählen. Wer weniger als 1,25 US-Dollar am Tag verdient der gilt nach den aktuellen Zahlen als arm während es vorher 1 US-Dollar war. In Deutschland besteht zwar auch die Gefahr arm zu werden aber durch das gut ausgebaute Sozialsystem wird niemand Hunger leiden oder verdursten.
Die Armutsgrenze in unserem Land liegt bei 730 Euro (alte Bundesländer) bzw. 605 Euro (neue Bundesländer) pro Monat und wer darunter liegt, gilt als arm. Aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten und der anziehenden Energiepreise wächst jedoch selbst für Personen der Mittelschicht arm zu werden. Diese Situation wird durch die so genannte “versteckte kalte Progession” im deutschen Steuersystem noch verschärft. Es rutschen immer mehr Steuerpflichtige aufgrund der kalten Progession in einen höheren Steuersatz trotz dass die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gegenüber der Gesamtbevölkerung nicht gestiegen ist. Das Bundesfinanzministerium ist bisher nicht bestrebt dieses gravierende Problem zu beheben obwohl die Einführung einer Flat-Tax eine gute Problemlösung wäre.
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