Vorsichtig bei langfristigen Aktieninvestments

April 26, 2008

Obwohl der Kauf von Aktien im Vergleich zu anderen Formen der Geldanlage mit einem vergleichsweise hohen Risiko verbunden ist, ist er unter Anlegern sehr beliebt. Die hohe Beliebtheit ist logischerweise auf die Renditemöglichkeiten zurückzuführen, die Aktieninvestments mit sich bringen. Zwar sind sich die meisten Anleger der Tatsache bewusst, dass es auch schlechte Börsenjahre gibt. Dennoch werden sie häufig gekauft, schließlich sollen in der Langzeitbetrachtung ordentliche Renditen erwirtschaften.

Wie eine nun veröffentlichte Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) aufzeigt, trifft die Annahme, dass sich mit Aktien auf lange Sicht erstklassigen Renditen erzielen lassen, nur bedingt zu. Untersucht wurde die Kursentwicklung von Aktienfonds, die ausschließlich in Aktien deutscher Unternehmen investieren. Aus der Untersuchung geht vor, dass deutsche Aktien in den vergangenen 10 Jahren eine durchschnittliche Rendite von gerade einmal 2,2 Prozent erwirtschaftet haben.

Gleichzeitig geht aus der Untersuchung hervor, dass der Kauf- und Verkaufszeitpunkt auch bei langfristigen Investments von hoher Bedeutung sind. Ernüchternden 2,2 Prozent sind vor allem auf die schlechten Börsenjahre nach der Jahrtausendwende zurückzuführen. Wer beispielsweise erst vor fünf Jahren deutsche Aktien gekauft hat, kann sich heute über einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 19,8 Prozent p.a. erfreuen. Folglich ist es auch für Langzeitanleger enorm wichtig, zu den richtigen Zeitpunkten ein- und auszusteigen.

Übrigens haben sich die deutschen Aktienfonds im Vergleich zu anderen Fondsgruppen erstaunlich gut geschlagen. Fonds, die weltweit oder ausschließlich im europäischen Raum angelegt haben, konnten die Performance deutscher Fonds nicht schlagen.

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