Vorsicht beim Abschluss komplexer Altersvorsorgeprodukte
Juni 12, 2010
Wer private Altersvorsorge betreiben möchte, kann aus einer Vielzahl an Finanzprodukten wählen. In den letzten Jahren haben Versicherungsunternehmen zahlreiche neue Produkte aufgelegt, die sich vor allem durch zwei Eigenschaften auszeichnen. Zum einen ist eine Kopplung an staatliche Förderprogramme wie Riester oder Rürup fast immer vorhanden, zum anderen wird gezielt an den Finanzmärkten investiert, um somit die Rendite des eingezahlten Kapitals zu steigern.
Wie das „Handelsblatt“ schreibt, hat die Komplexität der Vorsorgeprodukte deutlich zugenommen. Viele Interessenten, die sich ansonsten nicht mit Finanzthemen beschäftigen, haben es daher nicht unbedingt leicht, die Produkte auf Anhieb zu verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Berater nicht immer bestens geschult sind. Deshalb ist davon abzuraten, sich für einen schnellen Abschluss zu entscheiden. Besser ist es, mehrere Angebote einzuholen und sich die Produkte ruhig von mehreren Beratern erklären zu lassen, damit man am Ende auch tatsächlich über die Funktionsweise Bescheid weiß.
Ein ebenfalls kritischer Punkt bei komplexen Anlageprodukten sind die Renditeprognosen, die von den Anbietern oftmals genannt werden. Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass es sich um Prognosen handelt. Gerade weil die Anbieter zunehmend an den Kapitalmärkten investieren, können auch Verluste entstehen – zum Teil sogar äußerst beachtenswerte Verluste. Wer sich absichern möchte, kann sich für ein sogenanntes Garantieprodukt entscheiden: Die Versicherer investieren einen Teil des Kapitals stets so, dass die Gesamtrendite positiv ausfällt.
Alles in allem gestaltet sich die Auswahl nicht gerade leicht, wenn man ein gutes Vorsorgeprodukt abschließen möchte. Dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema: Dank Riester oder Rürup Förderung werden damit klassische Sparpläne im Hinblick auf die Rendite geschlagen.
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