Verbraucherschutzzentralen „verdienen gut“
November 9, 2009
Die Verbraucherzentralen sind unabhängige, überwiegend öffentlich finanzierte, gemeinnützige Organisationen. Zweck ihrer Arbeit ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher über Fragen des privaten Konsums aufzuklären, zu beraten und zu unterstützen. Sie helfen den Kunden, eine bessere Übersicht über die Angebote und die komplexen Marktbedingungen zu erhalten und außerdem benennen sie Gesundheits- oder Umweltaspekte, die Kaufentscheidungen beeinflussen können.
Das sind Aspekte, für die die Verbraucherzentralen im öffentlichen Bewusstsein stehen. Allerdings erklärt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), dass sich die Verbraucherschutzzentralen ihre Versicherungsberatungen sehr gut bezahlen lassen. Die Höhe der Honorare liegt nach internen Berechnungen des Verbandes bei 6 Mrd. Euro, die die Verbraucher für die Dienste dieser Institutionen bezahlen sollen. Die Studien des BVK konnten ermitteln, dass Privathaushalte im Durchschnitt 148,75 Euro im Jahr für die Beratungsdienste der Verbraucherschutzzentralen ausgeben. Nimmt man als Grundlage 40 Millionen Privathaushalte, wird klar, dass für die Verbraucherschutzzentralen ein Milliardenmarkt existiert.
BVK-Präsident Michael H. Heinz hat eindeutig erklärt, dass die Verbraucherzentralen auch aus Steuergeldern Mittel erhalten. Der BVK sieht es auch als negativ an, dass für die Verbraucherschutzzentralen die Versicherungsvermittlungsverordnung mit ihren strengen gesetzlichen Regelungen nicht gilt. Schließlich ist es ihnen daher bisher möglich, ohne Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung, ohne jede Sachkundeprüfung und ohne jegliche Verpflichtung zur Dokumentation und Information die Verbraucher zu beraten.
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