Verbesserung der privaten Altersvorsorge
November 26, 2009
Die Bundesbürger wissen im Bereich der privaten Altersvorsorge nach wie vor nur unzureichend Bescheid. Prof. Dr. Manfred Weber, geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, wies im Zusammenhang mit dem neuen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung darauf hin. Allerdings sind die Daten zur Entwicklung der Riester-Rente als bedenklich einzustufen. Die Anzahl der Riester-Verträge ist zwar auf knapp 13 Millionen angestiegen, allerdings lag im 3. Quartal 2009 die niedrigste Zuwachsrate seit 2004 vor. Der Bankenverband empfiehlt daher dringend einige Maßnahmen durchzuführen, um das Interesse an der Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge weiter zu erhöhen und so zur Verbesserung der Altersvorsorge beizutragen.
Besonders wichtig sind solche Maßnahmen, die es den Bürgern einfacher machen, eine Entscheidung für eine betriebliche Altersvorsorge oder eine Riester-Rente zu treffen. Der Verband sieht es als sehr nützlich an, in Deutschland die Verfahren eines Opting-out und einer intelligenten Dynamik einzuführen. Beim Opting-out geht es darum, dass mit dem Abschluss eines Arbeitsvertrages automatisch auch ein Beitritt zur betrieblichen Altersvorsorge einhergeht. Der Arbeitnehmer erlangt dadurch das Recht, innerhalb einer zuvor bestimmten Frist von zum Beispiel sechs Monate dieser Vereinbarung zu widersprechen und die betriebliche Altersvorsorge aufzugeben.
Die sogenannte intelligente Dynamik steht für eine Form von Vertrag, bei der die Beiträge zur Altersvorsorge aus zukünftigen Lohn- und Gehaltserhöhungen bezahlt werden. Diese zwei Verfahren bewirken nach Ansicht des Bankenverbandes eine höhere Inanspruchnahme der kapitalgedeckten Altersvorsorge.
Zur Optimierung der Riester-Rente rät der Bankenverband zu sogenannten Stufenverträgen, durch die der maximale Förderbetrag von 2.100 Euro automatisch in einem ebenfalls zuvor festgelegten Zeitraum erreicht wird.
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