Uneinigkeit in der Politik über den Wohn-Riester

Juni 2, 2008

Es war im Jahr 2005 als die Eigenheimzulage nach vielen Jahren abgeschafft wurde. Seither warten tausende von Verbrauchern sowie Finanzdienstleister auf die Einführung eines Ersatzproduktes. Dieses steht bereits in den Startlöchern: Noch dieses Jahr soll die Wohn-Riester Förderung in Kraft treten.

Die Wohn-Riester Förderung basiert auf einem einfachen Konzept: Riester-Sparer sollen dazu berechtigt werden, einen Teil ihrer bisher gesparte Riesterbeträge den jeweiligen Finanzprodukten zu entnehmen und zum Kauf einer Immobilien verwenden dürfen. Das entnommene Kapital darf direkt zum Kauf verwendet werden sowie im Rahmen der Darlehenstilgung.

Doch so einfach das Konzept auch klingen mag, in der Politik herrscht über die Einzelheiten immer noch Uneinigkeit. Es gibt gleich mehrere Punkte, über die gestritten wird. Bei einem dieser Punkte handelt es sich um die nachgelagerte Besteuerung der Riester-Produkte. Die Beiträge werden nämlich steuerfrei eingezahlt und sollen später, beim Eintritt in den Ruhestand besteuert werden. Ein Problem besteht dahingehend, dass die Steuerlast vergleichsweise hoch ausfallen und somit etlichen Ruheständlern finanzielle Sorgen bereiten kann. Ein weiterer Streitpunkt ist der enorm hohe Verwaltungsaufwand, der durch die Einführung entstehen würde.

Wenn man es genau nimmt, gibt es noch viele Punkte, die nicht geklärt sind. Daher ist es fraglich, ob es den Politikern gelingen wird, den Gesetzentwurf wie vorgesehen (20. Juni) zu verabschieden. Das endgültige Gesetz soll übrigens rückwirkend zum ersten Januar dieses Jahres an Gültigkeit erlangen, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, vom Wohn-Riester zu profitieren. Die Verbraucher sollten deshalb beim Abschluss entsprechender Produkte sehr vorsichtig sein – es könnte gut sein, dass in den kommenden Jahren noch zahlreiche Änderungen vorgenommen werden.

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