Über die anhaltende Dollarschwäche
April 23, 2008
Vermutlich werden diesen Sommer so viele Europäer wie noch nie zuvor in die USA reisen und dort ihren Urlaub verbringen. Diese Reisebranche gibt bekannt, dass bereits jetzt überdurchschnittlich viele USA-Reisen gebucht wurden. Wundern muss man sich über diese Entwicklung eigentlich nicht – schließlich ist der Dollar so günstig wie nie zuvor. Heute hat er seinen Höchststand erreicht: Für einen Euro erhält man 1,60 Dollar.
Für uns Europäer bedeutet das, dass der Euro enorm an Kaufkraft gewonnen hat. Der Großteil der USA-Urlauber möchte auch nicht unbedingt in die USA reisen, um dort einen Kultururlaub zu verbringen. Stattdessen geht es den meisten Touristen in erster Linie darum, günstig einzukaufen. Aufgrund der anhaltenden Dollarschwäche können sie in den USA so günstig wie noch nie zuvor einkaufen.
Der schwache Dollar bietet aber nicht nur die Möglichkeit, in den USA günstig einzukaufen. Viele Privatanleger sind sich mittlerweile der Stärke des Euros bewusst und denken immer häufiger darüber nach, in den Dollar zu investieren. Schließlich kam es in der Geschichte immer wieder zu starken Währungsschwankungen – und wer sich jetzt günstig mit Dollars eindeckt, kann diese eventuell schon bald wieder in Euros umtauschen und somit einen ordentlichen Gewinn erzielen.
Anlageexperten warnen allerdings davor, Währungsspekulationen einzugehen: Die wirtschaftliche Bedeutung könnte in den kommenden Jahren spürbar geringer werden. Dies könnte zur Folge haben, dass sich der Dollar nicht mehr so schnell erholen wird. Dementsprechend sind Währungsinvestments mit einem hohen Anlagerisiko verbunden und sollten deshalb nicht mit Geldern getätigt werden, die man in absehbarer Zeit benötigt.
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