Geld und Finanzen: Das ändert sich 2012

Januar 2, 2012

Mit dem neuen Jahr treten wie üblich auch in 2012 zahlreiche Neuerungen in Kraft. Verbraucher im Allgemeinen, insbesondere aber Sparer, Anleger und Vorsorgetreibende sollten sich genau darüber informieren, wo welche Änderungen eintreten – und wie sie in diesem Jahr am besten davon profitieren können.

Änderungen bei der Altersvorsorge

Im Bereich der Altersvorsorge gelten ab sofort gleich mehrere Neuregelungen. So liegt der Garantiezins (z.B. bei Lebensversicherungen) ab sofort bei 1,75 statt 2,25 Prozent. Dennoch kann sich auch in 2012 noch ein Abschluss lohnen: Dank Überschüssen fällt die Rente, die im Schadensfall bzw. beim Auslaufen des Vertrages ausgezahlt wird, meist deutlich höher als die Garantierente aus.
In Sachen Rente sollten Verbraucher nun wissen, dass sich ab sofort das Mindestrentenalter erhöht – sowohl bei Lebensversicherungen als auch bei Riester Rente, Rürup Rente und betrieblicher Altersvorsorge. Rürup-Sparer können ab sofort mehr Beiträge von der Steuer absetzen, Rürup-Rentner müssen aber auch höhere Steuern (64 statt 62 Prozent) zahlen. Für Riester-Sparer gilt, dass sämtliche Sparer einen einheitlichen Sockelbetrag von vier Prozent des Vorjahresgehalts, mindestens aber 60 Euro pro Jahr entrichten müssen. Wer zu wenig Eigenanteil eingezahlt hat, kann nicht gezahlte Beiträge auch nachträglich entrichten und muss dann nicht die Förderung zurückzahlen.

Änderungen beim Girokonto

Die meisten Verbraucher haben bereits im Dezember mitbekommen, dass Girokonten ab sofort nicht mehr vor Pfändung geschützt sind. Wer ein Kandidat für Pfändungen ist, sollte ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto (P-Konto) in Erwägung ziehen. Hier fallen zumindest derzeit zwar noch höhere Kontoführungsgebühren an – dafür ist auf einem solchen Girokonto das Existenzminimum von 1028,89 Euro sicher.
Bislang weniger bekannt ist, dass Banküberweisungen ab sofort schneller erfolgen. Ein online erteilter Auftrag darf nur noch einen Tag dauern. Bei Überweisung per Überweisungsträger muss die Gutschrift spätestens nach zwei Tagen erfolgen.

Änderungen bei Steuern

Im Hinblick auf Steuern sehen die neuen Regeln Vereinfachungen und Verbesserungen vor. So erhöht sich die Pauschale für Werbungskosten von 920 auf 1.000 Euro. Kinderbetreuungskosten können ab dem kommenden Jahr zu zwei Dritteln steuerlich geltend gemacht werden. Vereinfacht wird zudem die Berechnung der Entfernungskostenpauschale. In Sachen Kindergeld profitieren all die Familien, in denen der Sprössling einem Nebenjob nachgeht. Die Summe der Einkünfte spielt nun keine Rolle mehr – die bisherige Bewilligungsgrenze von 8004 Euro pro Jahr entfällt.

Änderungen bei Versicherungen

Neben der Altersvorsorge gelten ab sofort auch zahlreiche Änderungen bei anderen Versicherungen. So liegt z.B. die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der Arbeiter und Angestellte in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben müssen, mit 3.825,00 Euro/Monat ab sofort mehr als 100 Euro höher als im vergangenen Jahr. Zudem erfolgten Änderungen an der Gebührenordnung für privatzahnärztliche Leistungen (GOZ): Vor allem Kronen, Brücken und Prothesen werden damit zum Teil deutlich teurer – sowohl für privat als auch für gesetzlich Versicherte.

10 Jahre Riester Rente: Finanztest zieht Bilanz

Oktober 23, 2011

Die Riester Rente wird in diesem Jahr zehn Jahre alt und musste während dieser Zeit jede Menge Kritik einstecken. Zu den wenigen Verfechtern der staatlich geförderten Altersvorsorge zählte u.a. auch immer die Stiftung Warentest bzw. deren Finanzableger Finanztest. Die gab zum 10-jährigen Jubiläum der Riester Rente nun eine Presseerklärung heraus – und distanziert sich erstmals ein wenig davon.

Grundsätzlich ist die Riester Rente bei den Verbrauchern nach anfänglichen Startschwierigkeiten durchaus beliebt: Knapp 37 Milliarden Euro stecken und fast 15 Millionen Verträgen. Das Problem dabei ist jedoch, dass nicht jeder Kunde einen Riester Vertrag besitzt, der zu ihm passt. Und nicht jeder Kunde nutzt auch sämtliche Fördermöglichkeiten optimal aus. Die Folge: Verschenkte Förderung und eine u.U. zu teure Vorsorge.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass die Riester Rente 10 Jahre nach ihrer Einführung noch immer an „Kinderkrankheiten“ leide. So gibt es durchaus Vermittler, die Interessenten unpassende Riester Produkte verkaufen. Ein falsches Riester Produkt könnte die Rendite der Anlage jedoch deutlich mindern. Die Sparer ihrerseits sind bereit, praktisch alles zu glauben und zu kaufen, was der Vermittler ihnen präsentiert – für sie ist das „Prädikat Riester“ oftmals ein Garant für staatlich geprüfte und somit gute Produkte. Dabei ist die Riester-Zertifizierung keineswegs ein Gütesiegel. Welche Riester-Angebote und Offerten der Assekuranzen sich wirklich lohnen, hat die Stiftung Warentest genauer untersucht. Die Ergebnisse sind in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest nachzulesen.

Autoversicherung und Strom im Zeitalter sinkender Reallöhne

Juli 12, 2011

Seit etwa einem Jahrzehnt sinken die durchschnittlichen Reallöhne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland kontinuierlich. Selbst bei leicht steigenden Löhnen müssen wir paradoxerweise von einem Sinken der Reallöhne sprechen, da die Inflation sowohl eine gewisse Lohnsteigerung, Rentenerhöhung als auch Sozialtransfererhöhung auffrisst. Minimale Lohnsteigerungen können ein Absinken des Realeinkommens demnach nicht verhindern, da der prozentuale Preisanstieg (Teuerungsrate) ungefähr doppelt so hoch ausfällt.

Verbraucher spüren steigende Kosten für Strom und Autoversicherungen

Das bekommt die Mehrheit der Verbraucher zu spüren, denn nicht nur die Energiepreise ziehen zum wiederholten Male überproportional stark an. Es soll mittlerweile sogar hart arbeitende Mitbürger geben, die aufgrund ihres schmalen Einkommens nicht mehr in der Lage sind, ihre Autoversicherung zu bezahlen. Selbiges beobachten die Stromanbieter in Deutschland, dort haben die Mitarbeiter, die säumigen oder insolventen Stromkunden den Strom abdrehen müssen, rekordverdächtig viel zu tun.

Strompreise und Autoversicherungen berechnen

Nicht in jedem Bereich kann durch Eigeninitiative gespart werden, jedoch können adie von der Preissteigerung am stärksten betroffenen Verbraucher zumindest versuchen die Stromkosten und Versicherungskosten zu minimieren. Wer beispielsweise die Stromkosten für seinen Privathaushalt senken möchte, der kann im Internet die Strompreise berechnen. Wer wiederum Einsparpotenziale bei seiner Autoversicherung ausgemacht hat, der kann im Netz zum Beispiel kostenlos die Autoversicherung berechnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der motorisierte Mitbürger eine günstigere Kfz-Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung berechnen möchte. Denn alle drei Versicherungsformen der Kraftfahrzeugversicherung sind über einen herkömmlichen Tarifrechner für Autoversicherungen berechenbar. Für jemanden, der aufgrund seines relativ geringen Einkommens fast schon weltmeisterlich haushalten muss, kann es also eine sehr gute und vorteilhafte Idee sein, die Autoversicherung zu berechnen.

Was bringt die Berechnung der Autoversicherung

Die Berechnung der Autoversicherung kann in erster Linie günstigere Kraftfahrttarife zum Vorschein bringen. Auch die einzelnen Versicherungskonditionen können konzentriert verglichen und berechnet werden. Aus der Berechnung der unterschiedlichen Versicherungsbeiträge und Versicherungsmodalitäten ergibt sich dann meist ein Kfz-Versicherungsangebot, dass zum Sparen besonders geeignet erscheint. Autofahrer haben dann auch die Möglichkeit, ein unverbindliches Angebot vom jeweiligen Autoversicherer anzufordern oder die Autoversicherung direkt nach dem berechnen zu wechseln. Wer die Autoversicherung berechnen will, hat also gute Chancen auf eine preiswertere Autoversicherungspolice mit positivem Sparfaktor.