Mieter können sich nicht alle Kosten erstatten lassen
Mai 2, 2010
Wenn Mieter in die eigene Tasche greifen, um ein Mietobjekt hinsichtlich dessen Ausstattung zu erweitern oder zu verändern, können sie sich die Kosten oftmals vollständig oder zumindest anteilig vom Vermieter erstatten lassen. Allerdings gilt dies längst nicht für jede Anschaffung – weshalb es umso wichtiger ist, sich im Vorfeld zu informieren und das Vorhaben mit dem Mieter genau zu besprechen.
Diese Erfahrung durfte erst kürzlich ein Mieter machen, der sich in seiner Mietwohnung nicht sicher genug fühlte und deshalb an den Fenstern der von ihm genutzten Wohnung zusätzliche Sicherheitsbeschläge anbringen ließ. Die hierdurch entstandenen Kosten wollte er sich vom Vermieter erstatten lassen, der sich jedoch weigerte, den geforderten Betrag zu bezahlen.
Daraufhin zog der Mieter vor Gericht. Dort verwies er unter anderem auf den Mietvertrag – darin war festgehalten, dass die Wohnanlage durch Videokameras gesichert sich. Weshalb dies eine Berechtigung darstellen sollte, vom Mieter die Kostenübernahme für Sicherheitsbeschläge zu übernehmen, konnten die Richter jedoch nicht feststellen. Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) schreibt, wurde der Klage nicht stattgegeben. Stattdessen entschied das Kammergericht Berlin, dass der Mieter die entstandenen Kosten in voller Höhe selbst zu tragen hat.
Eine Kostenübernahme wäre nur dann denkbar gewesen, wenn der Mieter zuvor mit dem Vermieter eine ausführliche Absprache über die Nachrüstung getroffen hätte. Dies hätte auch im Übrigen über den Mietvertrag erfolgen können, indem man sich über die Ergreifung von Einbruchsicherungen geeinigt hätte. Allerdings werden derartige Vereinbarungen nur selten getroffen und sind daher nur in den wenigsten Mietverträgen zu finden.
Modernisierungsvorhaben: Erschwingliche Zinsen bei kurzen Laufzeiten
April 11, 2010
Die KfW Förderbank ist bekannt für ihre Modernisierungsdarlehen, die staatlich gefördert werden udn daher mit besonders günstigen Konditionen aufwarten können. Günstige Darlehen gibt es aber auch bei anderen Banken. Bei fünf Jahren Laufzeit offerieren auch andere Banken und Sparkassen mit einem Effektivzins von ungefähren drei Prozent jährlich sehr gute Finanzierungsbedingungen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest, bei der 110 Banken und 24 Bausparkassen nach einem Darlehen von 20.000 Euro gefragt und untersucht worden sind. Für diese Top-Bedingungen gilt es allerdings stets einige Voraussetzungen zu erfüllen: Der Antragsteller muss schuldenfrei sein bzw. darf die Immobilie, die es zu modernisieren gilt nicht finanziell belastet sein. Zudem muss es möglich sein, zur Sicherheit noch eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen zu können.
Laut der Finanztest liegt die KfW Bank mit einer Laufzeit von zehn Jahren an erster Stelle der Anbieter von entsprechenden Darlehen. Werden Modernisierungen, Reparaturen und Renovierungen notwendig, können die Kunden mithilfe eines Modernisierungsdarlehens nicht nur den Immobilienwert steigern, sondern beugen auch zukünftigem Sanierungsaufwand vor und senken den eigenen Energiebedarf. Eine derartige Maßnahme bringt also gleich mehrere Vorteile mit sich – sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Geldbeutel. Außerdem wird für die eigene Zukunft gespart und steigende Energiepreise in Zukunft können nicht mehr eine so große finanzielle Einbuße bedeuten.
Vor allem für Eigentümer älterer Immobilien ist eine Modernisierung im Regelfall sinnvoll, schließlich benötigen alte Gebäude etwa dreimal soviel Heizenergie wie Neubauten. Studien belegen, dass bei gleichzeitiger Erneuerung der Heizungsanlage, Fenster und Wärmedämmung bis zu 50 Prozent Kostenersparnis geschafft werden können. Diese Ersparnis verringert die monatliche Belastung des Haushaltes dauerhaft und sollte daher in jedem Fall durchgeführt werden.
Offene Immobilienfonds: Commerz Real legt Fonds zusammen
März 29, 2010
Seit der Finanzkrise sind etliche offene Immobilienfonds ins Taumeln geraten: Die Abflüsse der privaten Anleger waren so groß, dass sich mehrere Fondsgesellschaften dazu gezwungen sahen, ihre Fonds vorübergehend zu schließen bzw. die Rücknahme der Fondsanteile einzustellen. Auf diese Weise sollte die Liquidität verbessert bzw. beibehalten werden.
Wie Commerz Real, eine Immobiliengesellschaft der Commerzbank, mitteilt, werde man zwei offene Immobilienfonds zusammenlegen. Hierbei handelt es sich die beiden Fonds Hausinvest Europa und Hausinvest Global. Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ wird aufgrund dieser Zusammenlegung der größte offene Immobilienfonds Europas entstehen, dessen Fondsvolumen sich auf rund 12,3 Mrd. Euro beläuft.
Laut Commerz Real erfolgt die Zusammenlegung der Fonds jedoch nicht aufgrund der Mittelabflüsse. Vielmehr verfolge man das Ziel, die Stabilität des neuen Fonds zu erhöhen. Das größere Fondsvolumen soll diese Stabilität liefern, zumal eine sehr breite Streuung der Immobilieninvestments besteht. Die Streuung bezieht sich sowohl auf die Standorte der Immobilien, als auch auf deren Nutzungsart.
Wie die „Financial Times Deutschland“ ergänzend schreibt, haben Anleger vorübergehend mit einer Verwässerung der Fondsrendite zu rechnen. Der größere Europa Fonds konnte im vergangenen Jahr eine Rendite von 3,7 Prozent erzielen, wohingegen der kleinere Global Fonds lediglich 2,1 Prozent Rendite erwirtschaftete. Auf lange Sicht soll es jedoch zu einer Verschmelzung kommen. Im Übrigen haben beide Fonds die Krise im Bereich der Gewerbeimmobilien zu spüren bekommen. Denn auf Sicht von fünf Jahren haben die beiden Fonds deutlich höhere Renditen erzielt. Die jährliche Durchschnittsrendite beider Fonds für den Zeitraum von fünf Jahren liegt bei 4,3 Prozent.
Bausparen mit Riester im Test
Dezember 18, 2009
Diejenigen, die in wenigen Jahren die eigenen vier Wände finanzieren möchten, sehen Riester-Bausparverträge als beste Wahl an. Die besten Prämien werden laut Angaben der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest aktuell von der Alten Leipziger, Wüstenrot und Huk Coburg angeboten. Allerdings sollten sich die Interessierten darüber im Klaren sein, dass sie bei Aufgabe ihrer Baupläne mit den Bausparverträgen keinen Gewinn gemacht haben. Über diese Punkte, die bei Riester-Bausparverträgen zu beachten sind, informiert die Finanztest jetzt.
Bausparverträge sind eine Verbindung aus einem Sparplan und einem preiswerten Baudarlehen. Der Zinssatz fürs Bauspar-Darlehen später ist wesentlich niedriger als für Baudarlehen von der Bank. Aber die Zinsen für das Guthaben in der Sparphase sind geringer als bei regülären Banksparplänen. Das Positive an Bausparverträgen ist, dass sie Planungssicherheit gewähren. Schon bei Vertragsschluss sind alle Konditionen und auch der Zinssatz für das Bauspardarlehen genau berechenbar. Ein geeigneter Bausparvertrag macht es möglich, die derzeitig günstigen Zinssätze für die Finanzierung von mittel- oder langfristigen Haus- oder Wohnungsprojekten zu nutzen. Somit sind Bausparverträge günstig, sofern mittel- oder langfristig ein Haus oder eine Wohnung finanziert werden soll. Interessenten, die noch nicht sehr konkrete Pläne haben, sollten besser einen Banksparplan abschließen – die Guthabenverzinsung fällt dort höher aus.
Die Riesterförderung unterstützt den Bausparvertrag zusätzlich. Sogar Menschen mit einem geringem Gehalt können infolge der staatlichen Zulagen einen akzeptablen Grundstock für das Eigenheim ansparen. Bei Bausparverträgen ohne Förderung gibt es ansonsten wenig Unterschiede zu den Riester- Bausparverträgen.
Nachteilig an Bausparverträgen ist meist, dass die Zusammenstellung und auch der Vergleich sehr schwierig sind – schließlich besteht der Vertrag aus sehr vielen Kostenfaktoren wie zum Beispiel unterschiedlichen Gebühren, verschiedenen Zinssätze und Bedingungen. Auch die Finanztest-Resultate können dies bestätigen. Im Test war der günstigste Bauspartarif übrigens der der Alten Leipziger. Ratsam ist es jedenfalls, konkrete Angebote für den eigenen Bedarf anzufordern und sie online mit dem Finanztest-Rechner Bausparen zu überprüfen, bevor ein Abschluss vorgenommen wird.
Die Suche nach dem geeigneten Baufinanzberater
November 14, 2009
Im Bereich der Baufinanzierung konkurrieren mittlerweile als Folge der umfangreichen Informationen über das Internet unabhängige Vermittler mit den Beratern in der Bank. Waren vor mehreren Jahren noch die Banken der erste Ansprechpartner für alle Belange rund um die Finanzierung, so finden heutzutage 25 Prozent aller Immobilienkäufer über ihren Internetzugang die geeigneten Ansprechpartner für Finanzbelange – so zumindest das Ergebnis einer Studie von Immobilienscout24 unter über 1000 Immobilienkäufern.
Ein Vorteil des Internets bei der Suche nach einer geeigneten Baufinanzierung ist etwa die Effektivität in der Recherche. Gesucht werden insbesondere kompetente Persönlichkeiten mit Erfahrung, die ein individuelles Finanzierungsangebot zusammenstellen können. Knapp 15 Prozent der möglichen Immobilienbesitzer sind online auf der Suche nach genauen Finanzierungsangeboten. Das Praktische am Internet ist, dass die Kunden die Möglichkeit haben, Vergleiche anzustellen. Über die Hälfte der Befragten entscheidet sich für eine Finanzierung nicht nur wegen des Zinssatzes, sondern auch wegen der Zinsbindung und Tilgung. Dank des Internets wird der Finanzmarkt transparenter und das ist für die Kunden äußerst positiv. Schließlich kann schon ein um 0,5 Prozent geringerer Zinssatz bei einer Kreditsumme von 200.000 Euro und zehn Jahren Zinsbindung und einem Tilgungssatz von 1,0 Prozent eine Ersparnis von 9.300 Euro bedeuten. Freie Vermittler haben bessere Angebotsoptionen, da sie nicht wie die Bankmitarbeiter lediglich Produkte eines Anbieters verkaufen müssen.
Aus für niederländische DSB Bank
Oktober 19, 2009
Wie die Tagesschau auf ihrem Internetauftritt berichtet, ist die niederländische Privatbank DSB pleite. Ein Gericht in Amsterdam bestätigte heute deren Zusammenbruch. Der letzte Versuch, das Unternehmen doch noch durch eine Übernahme zu retten, scheiterte gestern Abend. DSB-Eigentümer Dirk Scheringa blieb nur, seinen beschäftigten und Kunden zu erklären, dass er die Pleite sehr bedaure.
Der Insolvenz ging voraus, dass Kunden des Geldinstituts massenhaft ihr Geld abzogen. Innerhalb von nur zwölf Tagen gingen der Bank Einlagen in Höhe von 600 Millionen Euro verloren. In der vergangenen Woche wurde die DSB Bank in der Folge unter staatliche Kontrolle gebracht. Seitdem erfolgte die fieberhafte Suche nach einem Retter in der Not, der die DSB Bank kaufen könnte – ohne Erfolg, wie sich nun herausstellte. Zwar zeigte sich eine US-amerikanische Investorengruppe durchaus interessiert, die Regierung verweigerte jedoch eine Finanzspritze im Wert von runf 100 Millionen Euro. Als grund für die Weigerung führte Finanzminister Wouter Bos an, dass die DSB nicht aufgrund der Finanzkrise in diese Schwierigkeiten geraten sei. Vielmehr hätten eigene Fehler in die aktuelle missliche Lage geführt.
Betroffen von der DSB-Pleite sind neben 1.700 Mitarbeitern auch etwa 400.000 Kunden. Da die DSB Bank auch in Deutschland, genauer gesagt in Düsseldorf, aktiv war, trifft deren Pleite auch deutsche Bankkunden. In Deutschland konzentrierte sich das unternehmen auf die Vergabe von Privat- und Immobilienkrediten. Auch Sparanlagen gehörten ins Portfolio der DSB. Die Einlagen aller Kunden unterliegen der niederländischen Einlagensicherung: Die Rückerstattung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde sind garantiert. Darlehensnehmern bleibt lediglich abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Gefallene Wohneigentums-Preise
September 28, 2009
Zum ersten Mal seit fünf Jahren sind die Preise für Wohneigentum in Deutschland im Jahr 2008 wieder gefallen. Das geht aus einem Bericht des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bauwesen nach Auswertung der insgesamt erfassten 448.000 „Verkaufsfälle“ in Deutschland hervor. Eine Eigentumswohnung ist im Sinne des Berichts 120.900 Euro oder 3,4 Prozent weniger als 2007 wert, ein Einfamilienhaus 157.500 Euro, was einem Minus von 2,4 Prozent entspricht.
Interessant ist auch, dass in Ostdeutschland die Preise weniger als im Westen fielen, doch liegen im Osten die Durchschnittspreise meist stark unter Westniveau. Der Immobilien-Eigentumsindex ist demzufolge im Westen von 108 auf 105 und im Osten von 89 auf 87 abgesunken. Nach Aussagen des Instituts ist jedoch im langfristigen Vergleich eine hohe Stabilität in den Preisen sichtbar.
München befindet sich auf dem ersten Platz der Wohneigentumspreise, dort kam es sogar noch zu einem Anstieg der Immobilienpreise. 2008 kostete hier ein Einfamilienhaus 388.200 Euro – immerhin ein Plus von 0,1 Prozent. Bei Eigentumswohnungen gab es ein Plus von 2,2 Prozent auf 205.900 Euro. Sehr stark ist dagegen der Preisrückgang in Bremen mit einem Minus von 23,6 Prozent für Eigentumswohnungen gewesen. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen gingen die Preise eindeutig zurück. Bei Einfamilienhäusern kam es zu einem größeren Preisanstieg in Hamburg und Sachsen-Anhalt, Hessen und Brandenburg hatten die stärksten Preisrückgänge.
Nähere Informationen sind unter http://www.ifs-staedtebauinstitut.de abrufbar. Interessierte sollten sich bei diesen Preisen und den ebenfalls sehr günstigen Konditionen für Finanzierungen derzeit ernsthaft überlegen, eine Immobilie anzuschaffen.
Schuldfreie Kreditabwicklung bis zur Rente
September 14, 2009
Je niedriger die Zinsen bei einem klassischen Baudarlehen angesetzt sind, desto länger zieht sich auch die Rückzahlung eines Annuitätendarlehens. Dies scheint eigenartig, Ursache dafür ist jedoch, dass sich die monatlich konstant bleibende Darlehensrate aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil aufbaut. Ist nun der anfängliche Zinssatz niedrig, erhöht sich der Tilgungsanteil geringer als er es bei höheren Zinsen tun würde. Aus diesem Grunde wird die restliche Schuld wesentlich langsamer abgebaut. Für Immobilienkäufer, die ihre Kreditlaufzeit möglichst auf einen kurzen Zeitraum beschränken wollen, ist es daher sehr wichtig, das aktuell sehr niedrige Zinsniveau zu nutzen und in eine höhere Rückzahlung zu investieren.
Das ist dann auch für Kreditkunden eines fortgeschrittenen Alters günstig, wie von Robert Haselsteiner der Interhyp AG berichtet wird. Die Kreditnehmer brauchen aufgrund der besonderen Mechanik des Annuitätendarlehens bei einem Zinsniveau von 6,0 Prozent 30 Jahre, bis sie ein Darlehen mit einer Anfangstilgung von 1,0 Prozent zurückzahlen können. Bei der gleicher Tilgung, allerdings bei einem Zinsniveau in Höhe von 4,0 Prozent, benötigt der Kreditnehmer bereits 40 Jahre bis zur endgültigen Schuldenfreiheit. Experten empfehlen daher jetzt zum Abschluss eines Kredites. Ein Beratungsgespräch über die unterschiedlichen Angebote und ein Vergleich verschiedener Anbieter sollten für den Kunden vor dem Abschluss Priorität haben.
Steigende Kostenbelastung der Versicherungen durch mehr Blitzeinschläge
Juli 22, 2009
Unwetter stellen einen immer mehr bestimmenden Faktor in der Sparte der Schadensübernahme der Versicherungen dar. Auch in diesem Sommer gab bereits viele Gewitter, die gravierende Schäden verursachten, welche dann den Versicherungen gemeldet wurden. Dabei spielen die Begriffe äußerer und innerer Blitzschutz eine Rolle. Der Leiter des Arbeitskreises Gebäudeblitzschutz, Jürgen Wettingfeld von der Deutschen Kommission Elektrotechnik, erklärt, dass der äußere Blitzschutz ein Blitzableiter ist, der den Blitz einfängt und ihn durch die Erdungsanlage so im Erdreich verteilt, dass er keinen Schaden anrichten kann. Schlägt ein Blitz direkt ins Haus ein, kommt es so zu keinem Brand. Der Blitzableiter ist normalerweise aus mehreren Aluminium-Drähten aufgebaut, die einen Durchmesser von 8 Millimetern haben und als sogenannte Fangleitungen bezeichnet werden. Um seiner Aufgabe als Blitzableiter erfüllen zu können, müssen alle auf dem Dach befindlichen Metallteile wie Fernsehantennen, Regenrinnen oder Geländer angeschlossen sein. Es gehört nicht nur der äußere Blitzschutz, sondern auch der innere Blitzschutz zu einer Blitzschutzanlage, durch welchen Schäden durch Überspannungen an Elektrogeräten verhindert werden. Wettingfeld sagt weiter, dass Überspannungsschäden durch direkte Blitzeinschläge wie auch durch indirekte Einwirkungen geschehen können. Die Kosten für eine gesamte Blitzschutzanlage eines Einfamilienhauses liegen ungefähr bei 3.000 Euro. Sie sollten alle vier Jahre fachmännisch gewartet werden.
Alle Schäden, die durch den Blitzeinschlag entstanden sind, werden von der Gebäudeversicherung getragen, wobei es vollkommen gleich ist, ob es eine Blitzschutzanlage gibt oder nicht. Bei der Art der Schäden wird differenziert. Liegt ein Überspannungsschaden vor, übernimmt die Hausratversicherung den Schaden. Der Schutz vor Überspannungsschäden ist nicht automatisch Teil der Hausratversicherung, es ist aber regelmäßig kein Problem, ihn nachträglich mit in den Vertrag aufzunehmen. Bei einem durch einen Blitzeinschlag entstandenen Brand haftet die Wohngebäudeversicherung mit einem Feuerschutz.
Leitzinssenkungen und ihre Konsequenzen
April 15, 2009
Vor wenigen Wochen hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage erneut gesenkt. Anders als in den Vereinten Staaten mit einem Leitzins von 0,0- 0,25 Prozent liegt der Leitzins der EZB seit 02. April bei 1,25 Prozent. Der niedrigere Leitzins erfreut auch Immobilienkäufer: Bereits im März waren die Zinsen für Immobilienkredite um 0,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Nach der neuesten Senkung vom 02. April rechnen Experten mit einer weiteren positiven Auswirkung auf den Kreditmarkt. Ein 200.000 Euro- Immobilienkredit mit zehnjähriger Zinsbindung war bereits im März um 2.710 Euro preiswerter geworden. Aber nicht alle Kreditinstitute geben Zinssenkungen zeitnah an den Kunden weiter. Aus diesem Grunde ist auch empfehlenswert für den Kreditnehmer, unbedingt verschiedene Angebote einzuholen, bevor er sich für eines entscheidet.
Durch die andauernde Weltwirtschaftskrise kam es Anfang März in der Eurozone zu einer Senkung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte, das entspricht 50 Basispunkten, auf 1,5 Prozent. Dieser Wert ist zuvor unerreicht geblieben. Im April kam es dann zur weiteren Senkung auf den historischen Tiefstand von 1,25 Prozent.
Leitzinsen geben an, unter welchen Bedingungen sich Kreditinstitute bei Noten- und Zentralbanken Geld leihen können. Dadurch können die Währungshüter auf wirtschaftliche Gegebenheiten reagieren, um die Inflation einzudämmen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Mit der Vergünstigung des Geldes sollen Investitionen und Konsum gefördert werden, damit der Verlauf der gegenwärtigen Rezession abgefedert wird.
Für die Eigenheimbauer ist die Krise eher vorteilig, schließlich ist der deutsche Immobilienmarkt im Gegensatz beispielweise zu dem Amerikanischen stabil und eine konservative Finanzierung bei selbstgenutzten Immobilien kann aktuell sehr lohnenswert sein.
