Viele Bundesländer wollen Grunderwerbsteuer erhöhen

August 28, 2010

Bis im zum September 2006 herrschte noch Gleichberechtigung: Der Bund schrieb vor, dass sich die Höhe der Grunderwerbsteuer einheitlich auf 3,5 Prozent des Kaufpreises beläuft. Danach wurde die Macht den Ländern übertragen, die seither selbst bestimmen können, wie hoch der Steuersatz bei der Grunderwerbsteuer bemessen sein soll.

Die Absicht dieser Verfahrensweise bestand darin, mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Bundesländern zu schaffen und somit ggf. die Steuerkosten für Immobilienkäufer zu senken. Allerdings wurde das Ziel nicht erreicht. Ganz im Gegenteil: Zunehmend mehr Länder möchten die Gewerbesteuer erhöhen und sie als lukrative Einnahmequelle nutzen. Den Anfang hatte Berlin gemacht. Gleich zu Beginn des Jahres 2007 wurde der Steuersatz von 3,5 auf 4,5 Prozent angehoben wurde. Im letzten Jahre haben die Bundesländer Hamburg und Sachsen-Anhalt nachgezogen und den Steuersatz ebenfalls auf 4,5 Prozent erhöht.

Wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt, wollen im kommenden Jahr gleich mehrere Bundesländer nachziehen. Länder wie Brandenburg und Bremen hatten bereits angekündigt, die Grunderwerbsteuer auf 4,5 (Bremen) und sogar 5,0 Prozent (Brandenburg) zu erhöhen. Nun planen auch Niedersachen und das Saarland den Dreh an der Steuerschraube. Während sich die Politiker im Saarland mit einer Erhöhung um 0,5 Prozent begnügen, möchte Niedersachsen ebenfalls auf 4,5 Prozent erhöhen.

Damit ist aber noch nicht Schluss: Schleswig-Holstein hat ebenfalls beschlossen, die Grunderwerbsteuer erhöhen zu wollen. Zwar lässt man sich dort ein wenig mehr Zeit (die Erhöhung des Steuersatzes soll erst 2013 erfolgen), aber dafür langt man so richtig zu: Satte 5,0 Prozent sollen dann berappt werden, wenn Immobilienkäufe anstehen.

KfW mit neuen Förderdarlehen für Bauherren

Juli 6, 2010

Bereits seit vielen Jahren haben Bauherren die Möglichkeit, bei der Finanzierung ihrer Vorhaben auf günstige Förderdarlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zurückzugreifen. Die staatliche Bank fördert schon seit langem den Erwerb von Wohneigentum sowie die Errichtung von Gebäuden, die mit einer guten Energieeffizienz punkten können.

Zum 01. Juli hat die KfW ihre Förderbedingungen überarbeitet. Im Wesentlichen wurde festgelegt, dass einige der bestehenden Förderprogramme auslaufen und im Gegenzug neue Programme aufgelegt werden sollen. Wie „Focus Online“ berichtet, läuft die Förderstufe 130 für Sanierungsobjekte aus. Dasselbe gilt für die Förderung von Neubauten der Förderstufe 85. Dafür wurden zwei neue Förderstufen eingeführt, nämlich die KfW Effizienzhäuser 70 und 55.

Die Zahlenwerte geben an, wie hoch der prozentuale Energieverbrauch eines Gebäudes im Bezug auf das sogenannte Referenzhaus bemessen sein darf. Die Werte, die für das Referenzhaus hinterlegt sind, wurden im Rahmen der Energieeinsparverordnung 2009 festgelegt. Ein KfW Effizienzhaus 55 darf demnach maximal 55 Prozent des Energieverbrauchs vorweisen, der als Wert für das Referenzhaus vorgeschrieben wurde.
Es ist ganz klar, dass eine solche Einsparung nicht ohne weiteres erzielt werden kann. Nur mit einem sogenannten Passivhaus lässt sich eine solch immense Einsparung erzielen. Deshalb wurde die Förderstufe KfW 70 eingeführt, damit auch außerhalb des Bereichs der Passivhäuser eine Förderung erlangt werden kann.

Wie es um den Energieverbrauch von Ein- und Mehrfamilienhäusern bestellt ist, können angehende Bauherren im Vorfeld von Architekten und Energieberaten ermitteln lassen. Auf jeden Fall lohnt es sich, die neuen Grenzwerte näher unter die Lupe zu nehmen: Eine Unterschreitung kann die Aufnahme günstiger Förderdarlehen ermöglichen.

Mit Selfstorage die Mietkosten gering halten

Juni 20, 2010

Der Beruf zwingt immer mehr Bürger dazu, in die Großstadt zu ziehen. Das Leben in der Großstadt mag gewisse Vorzüge mit sich bringen – allerdings ist es auch kostspielig. In den wirtschaftlich starken Regionen haben die Mieten in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark angezogen. Große Wohnflächen sind daher nicht für jedermann erschwinglich.

Natürlich gibt es ein Mindestmaß an Raum, das man schlichtweg benötigt – und das nicht nur zum eigentlichen Wohnen, sondern auch um sein Eigentum unterstellen zu können. Gerade wegen der Habseligkeiten kann das Wohnen schnell zum teuren Vergnügen werden: Wer beispielsweise die Möbelstücke der Oma geerbt hat und die eigenen Möbelstücke behalten möchte, benötigt Platz.

Um dieses Problem zu lösen, setzen zunehmend mehr Privathaushalte auf das sogenannte Selfstorage. Hierbei handelt es sich um eine Lösung, die ursprünglich aus den USA stammt und sich mittlerweile auch in Deutschland einer großen Beliebtheit erfreut. Der Ansatz ist simpel: Man mietet sich eine preiswerte Lagerfläche, um dort seine Habseligkeiten sicher unterstellen zu können.

Der Selfstorage Markt boomt wie nie zuvor. Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, gab es vor 10 Jahren auf dem deutschen Markt gerade einmal 4 Anbieter. Mittlerweile gibt es 59 Anbieter und das Wachstum hält an. Dies ist nicht verwunderlich: In Zeiten steigender Mietpreise bietet es sich geradezu an, benötigten Stauraum per Selfstorage zu erlangen. Dies ist meistens deutlich günstiger, als in eine größere Wohnung zu ziehen. Außerdem überzeugt Selfstorage mit kurzen Mietzeiten: Wer beispielsweise seine Möbel ein paar Tage lang wegen Renovierungsarbeiten unterstellen möchte, kann dies problemlos tun.

Mieter können sich nicht alle Kosten erstatten lassen

Mai 2, 2010

Wenn Mieter in die eigene Tasche greifen, um ein Mietobjekt hinsichtlich dessen Ausstattung zu erweitern oder zu verändern, können sie sich die Kosten oftmals vollständig oder zumindest anteilig vom Vermieter erstatten lassen. Allerdings gilt dies längst nicht für jede Anschaffung – weshalb es umso wichtiger ist, sich im Vorfeld zu informieren und das Vorhaben mit dem Mieter genau zu besprechen.

Diese Erfahrung durfte erst kürzlich ein Mieter machen, der sich in seiner Mietwohnung nicht sicher genug fühlte und deshalb an den Fenstern der von ihm genutzten Wohnung zusätzliche Sicherheitsbeschläge anbringen ließ. Die hierdurch entstandenen Kosten wollte er sich vom Vermieter erstatten lassen, der sich jedoch weigerte, den geforderten Betrag zu bezahlen.

Daraufhin zog der Mieter vor Gericht. Dort verwies er unter anderem auf den Mietvertrag – darin war festgehalten, dass die Wohnanlage durch Videokameras gesichert sich. Weshalb dies eine Berechtigung darstellen sollte, vom Mieter die Kostenübernahme für Sicherheitsbeschläge zu übernehmen, konnten die Richter jedoch nicht feststellen. Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) schreibt, wurde der Klage nicht stattgegeben. Stattdessen entschied das Kammergericht Berlin, dass der Mieter die entstandenen Kosten in voller Höhe selbst zu tragen hat.

Eine Kostenübernahme wäre nur dann denkbar gewesen, wenn der Mieter zuvor mit dem Vermieter eine ausführliche Absprache über die Nachrüstung getroffen hätte. Dies hätte auch im Übrigen über den Mietvertrag erfolgen können, indem man sich über die Ergreifung von Einbruchsicherungen geeinigt hätte. Allerdings werden derartige Vereinbarungen nur selten getroffen und sind daher nur in den wenigsten Mietverträgen zu finden.

Modernisierungsvorhaben: Erschwingliche Zinsen bei kurzen Laufzeiten

April 11, 2010

Die KfW Förderbank ist bekannt für ihre Modernisierungsdarlehen, die staatlich gefördert werden udn daher mit besonders günstigen Konditionen aufwarten können. Günstige Darlehen gibt es aber auch bei anderen Banken. Bei fünf Jahren Laufzeit offerieren auch andere Banken und Sparkassen mit einem Effektivzins von ungefähren drei Prozent jährlich sehr gute Finanzierungsbedingungen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest, bei der 110 Banken und 24 Bausparkassen nach einem Darlehen von 20.000 Euro gefragt und untersucht worden sind. Für diese Top-Bedingungen gilt es allerdings stets einige Voraussetzungen zu erfüllen: Der Antragsteller muss schuldenfrei sein bzw. darf die Immobilie, die es zu modernisieren gilt nicht finanziell belastet sein. Zudem muss es möglich sein, zur Sicherheit noch eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen zu können.

Laut der Finanztest liegt die KfW Bank mit einer Laufzeit von zehn Jahren an erster Stelle der Anbieter von entsprechenden Darlehen. Werden Modernisierungen, Reparaturen und Renovierungen notwendig, können die Kunden mithilfe eines Modernisierungsdarlehens nicht nur den Immobilienwert steigern, sondern beugen auch zukünftigem Sanierungsaufwand vor und senken den eigenen Energiebedarf. Eine derartige Maßnahme bringt also gleich mehrere Vorteile mit sich – sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Geldbeutel. Außerdem wird für die eigene Zukunft gespart und steigende Energiepreise in Zukunft können nicht mehr eine so große finanzielle Einbuße bedeuten.
Vor allem für Eigentümer älterer Immobilien ist eine Modernisierung im Regelfall sinnvoll, schließlich benötigen alte Gebäude etwa dreimal soviel Heizenergie wie Neubauten. Studien belegen, dass bei gleichzeitiger Erneuerung der Heizungsanlage, Fenster und Wärmedämmung bis zu 50 Prozent Kostenersparnis geschafft werden können. Diese Ersparnis verringert die monatliche Belastung des Haushaltes dauerhaft und sollte daher in jedem Fall durchgeführt werden.

Offene Immobilienfonds: Commerz Real legt Fonds zusammen

März 29, 2010

Seit der Finanzkrise sind etliche offene Immobilienfonds ins Taumeln geraten: Die Abflüsse der privaten Anleger waren so groß, dass sich mehrere Fondsgesellschaften dazu gezwungen sahen, ihre Fonds vorübergehend zu schließen bzw. die Rücknahme der Fondsanteile einzustellen. Auf diese Weise sollte die Liquidität verbessert bzw. beibehalten werden.

Wie Commerz Real, eine Immobiliengesellschaft der Commerzbank, mitteilt, werde man zwei offene Immobilienfonds zusammenlegen. Hierbei handelt es sich die beiden Fonds Hausinvest Europa und Hausinvest Global. Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ wird aufgrund dieser Zusammenlegung der größte offene Immobilienfonds Europas entstehen, dessen Fondsvolumen sich auf rund 12,3 Mrd. Euro beläuft.

Laut Commerz Real erfolgt die Zusammenlegung der Fonds jedoch nicht aufgrund der Mittelabflüsse. Vielmehr verfolge man das Ziel, die Stabilität des neuen Fonds zu erhöhen. Das größere Fondsvolumen soll diese Stabilität liefern, zumal eine sehr breite Streuung der Immobilieninvestments besteht. Die Streuung bezieht sich sowohl auf die Standorte der Immobilien, als auch auf deren Nutzungsart.

Wie die „Financial Times Deutschland“ ergänzend schreibt, haben Anleger vorübergehend mit einer Verwässerung der Fondsrendite zu rechnen. Der größere Europa Fonds konnte im vergangenen Jahr eine Rendite von 3,7 Prozent erzielen, wohingegen der kleinere Global Fonds lediglich 2,1 Prozent Rendite erwirtschaftete. Auf lange Sicht soll es jedoch zu einer Verschmelzung kommen. Im Übrigen haben beide Fonds die Krise im Bereich der Gewerbeimmobilien zu spüren bekommen. Denn auf Sicht von fünf Jahren haben die beiden Fonds deutlich höhere Renditen erzielt. Die jährliche Durchschnittsrendite beider Fonds für den Zeitraum von fünf Jahren liegt bei 4,3 Prozent.

Bausparen mit Riester im Test

Dezember 18, 2009

Diejenigen, die in wenigen Jahren die eigenen vier Wände finanzieren möchten, sehen Riester-Bausparverträge als beste Wahl an. Die besten Prämien werden laut Angaben der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest aktuell von der Alten Leipziger, Wüstenrot und Huk Coburg angeboten. Allerdings sollten sich die Interessierten darüber im Klaren sein, dass sie bei Aufgabe ihrer Baupläne mit den Bausparverträgen keinen Gewinn gemacht haben. Über diese Punkte, die bei Riester-Bausparverträgen zu beachten sind, informiert die Finanztest jetzt.
Bausparverträge sind eine Verbindung aus einem Sparplan und einem preiswerten Baudarlehen. Der Zinssatz fürs Bauspar-Darlehen später ist wesentlich niedriger als für Baudarlehen von der Bank. Aber die Zinsen für das Guthaben in der Sparphase sind geringer als bei regülären Banksparplänen. Das Positive an Bausparverträgen ist, dass sie Planungssicherheit gewähren. Schon bei Vertragsschluss sind alle Konditionen und auch der Zinssatz für das Bauspardarlehen genau berechenbar. Ein geeigneter Bausparvertrag macht es möglich, die derzeitig günstigen Zinssätze für die Finanzierung von mittel- oder langfristigen Haus- oder Wohnungsprojekten zu nutzen. Somit sind Bausparverträge günstig, sofern mittel- oder langfristig ein Haus oder eine Wohnung finanziert werden soll. Interessenten, die noch nicht sehr konkrete Pläne haben, sollten besser einen Banksparplan abschließen – die Guthabenverzinsung fällt dort höher aus.
Die Riesterförderung unterstützt den Bausparvertrag zusätzlich. Sogar Menschen mit einem geringem Gehalt können infolge der staatlichen Zulagen einen akzeptablen Grundstock für das Eigenheim ansparen. Bei Bausparverträgen ohne Förderung gibt es ansonsten wenig Unterschiede zu den Riester- Bausparverträgen.
Nachteilig an Bausparverträgen ist meist, dass die Zusammenstellung und auch der Vergleich sehr schwierig sind – schließlich besteht der Vertrag aus sehr vielen Kostenfaktoren wie zum Beispiel unterschiedlichen Gebühren, verschiedenen Zinssätze und Bedingungen. Auch die Finanztest-Resultate können dies bestätigen. Im Test war der günstigste Bauspartarif übrigens der der Alten Leipziger. Ratsam ist es jedenfalls, konkrete Angebote für den eigenen Bedarf anzufordern und sie online mit dem Finanztest-Rechner Bausparen zu überprüfen, bevor ein Abschluss vorgenommen wird.

Die Suche nach dem geeigneten Baufinanzberater

November 14, 2009

Im Bereich der Baufinanzierung konkurrieren mittlerweile als Folge der umfangreichen Informationen über das Internet unabhängige Vermittler mit den Beratern in der Bank. Waren vor mehreren Jahren noch die Banken der erste Ansprechpartner für alle Belange rund um die Finanzierung, so finden heutzutage 25 Prozent aller Immobilienkäufer über ihren Internetzugang die geeigneten Ansprechpartner für Finanzbelange – so zumindest das Ergebnis einer Studie von Immobilienscout24 unter über 1000 Immobilienkäufern.

Ein Vorteil des Internets bei der Suche nach einer geeigneten Baufinanzierung ist etwa die Effektivität in der Recherche. Gesucht werden insbesondere kompetente Persönlichkeiten mit Erfahrung, die ein individuelles Finanzierungsangebot zusammenstellen können. Knapp 15 Prozent der möglichen Immobilienbesitzer sind online auf der Suche nach genauen Finanzierungsangeboten. Das Praktische am Internet ist, dass die Kunden die Möglichkeit haben, Vergleiche anzustellen. Über die Hälfte der Befragten entscheidet sich für eine Finanzierung nicht nur wegen des Zinssatzes, sondern auch wegen der Zinsbindung und Tilgung. Dank des Internets wird der Finanzmarkt transparenter und das ist für die Kunden äußerst positiv. Schließlich kann schon ein um 0,5 Prozent geringerer Zinssatz bei einer Kreditsumme von 200.000 Euro und zehn Jahren Zinsbindung und einem Tilgungssatz von 1,0 Prozent eine Ersparnis von 9.300 Euro bedeuten. Freie Vermittler haben bessere Angebotsoptionen, da sie nicht wie die Bankmitarbeiter lediglich Produkte eines Anbieters verkaufen müssen.

Aus für niederländische DSB Bank

Oktober 19, 2009

Wie die Tagesschau auf ihrem Internetauftritt berichtet, ist die niederländische Privatbank DSB pleite. Ein Gericht in Amsterdam bestätigte heute deren Zusammenbruch. Der letzte Versuch, das Unternehmen doch noch durch eine Übernahme zu retten, scheiterte gestern Abend. DSB-Eigentümer Dirk Scheringa blieb nur, seinen beschäftigten und Kunden zu erklären, dass er die Pleite sehr bedaure.

Der Insolvenz ging voraus, dass Kunden des Geldinstituts massenhaft ihr Geld abzogen. Innerhalb von nur zwölf Tagen gingen der Bank Einlagen in Höhe von 600 Millionen Euro verloren. In der vergangenen Woche wurde die DSB Bank in der Folge unter staatliche Kontrolle gebracht. Seitdem erfolgte die fieberhafte Suche nach einem Retter in der Not, der die DSB Bank kaufen könnte – ohne Erfolg, wie sich nun herausstellte. Zwar zeigte sich eine US-amerikanische Investorengruppe durchaus interessiert, die Regierung verweigerte jedoch eine Finanzspritze im Wert von runf 100 Millionen Euro. Als grund für die Weigerung führte Finanzminister Wouter Bos an, dass die DSB nicht aufgrund der Finanzkrise in diese Schwierigkeiten geraten sei. Vielmehr hätten eigene Fehler in die aktuelle missliche Lage geführt.

Betroffen von der DSB-Pleite sind neben 1.700 Mitarbeitern auch etwa 400.000 Kunden. Da die DSB Bank auch in Deutschland, genauer gesagt in Düsseldorf, aktiv war, trifft deren Pleite auch deutsche Bankkunden. In Deutschland konzentrierte sich das unternehmen auf die Vergabe von Privat- und Immobilienkrediten. Auch Sparanlagen gehörten ins Portfolio der DSB. Die Einlagen aller Kunden unterliegen der niederländischen Einlagensicherung: Die Rückerstattung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde sind garantiert. Darlehensnehmern bleibt lediglich abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt.

Gefallene Wohneigentums-Preise

September 28, 2009

Zum ersten Mal seit fünf Jahren sind die Preise für Wohneigentum in Deutschland im Jahr 2008 wieder gefallen. Das geht aus einem Bericht des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bauwesen nach Auswertung der insgesamt erfassten 448.000 „Verkaufsfälle“ in Deutschland hervor. Eine Eigentumswohnung ist im Sinne des Berichts 120.900 Euro oder 3,4 Prozent weniger als 2007 wert, ein Einfamilienhaus 157.500 Euro, was einem Minus von 2,4 Prozent entspricht.
Interessant ist auch, dass in Ostdeutschland die Preise weniger als im Westen fielen, doch liegen im Osten die Durchschnittspreise meist stark unter Westniveau. Der Immobilien-Eigentumsindex ist demzufolge im Westen von 108 auf 105 und im Osten von 89 auf 87 abgesunken. Nach Aussagen des Instituts ist jedoch im langfristigen Vergleich eine hohe Stabilität in den Preisen sichtbar.

München befindet sich auf dem ersten Platz der Wohneigentumspreise, dort kam es sogar noch zu einem Anstieg der Immobilienpreise. 2008 kostete hier ein Einfamilienhaus 388.200 Euro – immerhin ein Plus von 0,1 Prozent. Bei Eigentumswohnungen gab es ein Plus von 2,2 Prozent auf 205.900 Euro. Sehr stark ist dagegen der Preisrückgang in Bremen mit einem Minus von 23,6 Prozent für Eigentumswohnungen gewesen. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen gingen die Preise eindeutig zurück. Bei Einfamilienhäusern kam es zu einem größeren Preisanstieg in Hamburg und Sachsen-Anhalt, Hessen und Brandenburg hatten die stärksten Preisrückgänge.

Nähere Informationen sind unter http://www.ifs-staedtebauinstitut.de abrufbar. Interessierte sollten sich bei diesen Preisen und den ebenfalls sehr günstigen Konditionen für Finanzierungen derzeit ernsthaft überlegen, eine Immobilie anzuschaffen.

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