Besser keine Griechenland-Anleihen kaufen

April 24, 2010

Ein beachtenswert großer Teil der privaten Kapitalanleger stellt sich derzeit die Frage, ob es ein lohnendes Investment sein könnte, griechische Staatsanleihen zu kaufen. Das Interesse an entsprechenden Anleihen hat in den vergangenen Tagen rasant zugenommen, was im Grunde nicht verwundert – so wie das Interesse in die Höhe gestiegen ist, sind auch die Renditen der Griechenland-Anleihen gestiegen.

Allerdings gilt es dieses Thema mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Viele Anleger wissen noch nicht einmal, wie entsprechende Investments funktionieren. In diesem Zusammenhang soll daher kurz der Renditeanstieg erklärt werden: Die gestiegenen Anleiherenditen sind nicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass Griechenland höhere Zinsen zahlt. Stattdessen sind die Kurse bereits ausgegebener Anleihen deutlich gefallen. Für den Anleger bedeutet dies, mit weniger Geld einsteigen zu können und trotzdem dieselbe Verzinsung zu erhalten. Außerdem notieren die Anleihen unter dem Nominalwert. Am Ende der Laufzeit werden die Anleihen jedoch zum Nominalwert (dem einstigen Ausgabepreis) zurückgekauft. Für den Anleger bedeutet dies, gleich doppelt profitieren zu können: Es locken satte Zinszahlungen und ein zusätzlicher Kursgewinn am Ende der Laufzeit.

Doch so verlockend der Einstieg auch sein mag: Anleger sollten sich genau überlegen, ob er sich tatsächlich lohnt. Die deutlich gefallenen Anleihenkurse zeigen eines auf: Zunehmend mehr institutionelle Anleger zweifeln an der Fähigkeit Griechenlands, die Anleihen überhaupt noch bedienen zu können. Es droht das Risiko, dass die Zinszahlungen ausbleiben und die Anleihen nicht zurückgekauft werden. Dies wäre im Übrigen nicht das erste Mal in der Geschichte: Länder wie Venezuela und Argentinien haben bereits unter Beweis gestellt, dass solche Schreckensszenarien durchaus realistisch sind.

Britisches Pfund: An fallenden Kursen verdienen

April 18, 2010

In den vergangenen zwei Monaten hat der Euro ordentlich abgewertet. Als Hauptgrund ist die Griechenlandkrise zu nennen: Griechenland geht es finanziell alles andere als gut. Das Land steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten, die unter anderem auf eine hohe Verschuldung zurückzuführen sind.

Allerdings rechnen zunehmend mehr Markteilnehmer damit, dass schon bald eine Wende eintritt: Die EU-Mitgliedstaaten haben Griechenland eine Unterstützung zugesichert. Dementsprechend dürfte der Euro erst einmal stabilisiert sein. Gleichzeitig ziehen dunkle Wolken über anderen Staaten auf. Die Wertpapierspezialisten der Royal Bank of Scotland (RBS) sehen eine solche Gefahr besonders für Großbritannien. Im RBS Finanznewsletter „Märkte & Zertifikate weekly“ malen die Wertpaperexperten ein interessantes Bild aus: Die Briten haben mit einem starken Haushaltsdefizit bzw. mit einer hohen Neuverschuldung zu kämpfen. Hinzu kommen generell hohe Schulden. Die Folge könnte eine baldige Abwertung des britischen Pfund gegenüber dem Euro sein.

Anleger, die sich ein solches Szenario vorstellen können und zudem über ein hohes Maß an Risikobereitschaft verfügen, haben gleich mehrere Möglichkeiten, eine solche Spekulation anzugehen. Es gibt mehrere Wege, um auf die Entwicklung von Währungskursen zu spekulieren. Besonders das Forextrading erfreut sich einer steigenden Beliebtheit: Es ermöglicht Realtimetrading – auf Wunsch sogar in Verbindung mit starken Hebeln.
Wer mit dem Forex Trading nicht vertraut ist, jedoch über ein Depot bei einem Onlinebroker verfügt, kann auch anderweitig auf die Entwicklung des britischen Pfunds spekulieren. Die RBS bietet sogenannte Mini Zertifikate an, die einen schnellen und unkomplizierten Einsteig ermöglichen. Mit einer sicheren Geldanlage hat solch eine Anti-Pfund Wette allerdings nichts gemeinsam: Das Anlagerisiko ist hoch bemessen.

Value-Aktien als Konjunktur-Indikator

Mai 27, 2009

Aktienmärkte können Konjunkturentwicklungen vorwegnehmen. Das wissen Viele, was eher unbekannt ist: Value-Aktien können die Wertentwicklung anderer Aktien übersteigen und zwar dann, wenn sich das Ende einer Rezession beginnt zu zeigen. Zu diesem Resultat kam Dr. Henrik Amilon, Senior Research Analyst bei der dänischen Sparinvest in einer langjährigen Studie.
Als nur logische Folge der Analyse kann gesagt werden, dass diejenigen, die frühzeitig wissen wollen, ob es zu einem Wirtschaftsaufschwung kommt, die Entwicklung von Value-Aktien verfolgen sollten. Value-Aktien erholen sich am schnellsten und deutlichsten, wenn sich das Ende einer Rezession abzeichnet.

Für die Gesellschaft ist es entscheidend, die „Essenz“ hinter preisgekrönten Anlagestrategien zu verstehen. So ist zum Beispiel das Verhalten von Value- und Growth-Werten in den vergangenen 80 Jahren in der Studie untersucht worden. Auch kamen die Analysten zu dem Ergebnis, dass am Ende der Zeitreihe das Value-Portfolio zehnmal mehr wert als das Growth-Portfolio. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man Rezessionen treffsicherer als der Markt vorhersagen kann, sollte regelmäßig in Value-Werte investiert werden. Auch vor dem Hintergrund der Rezessionen zeigt die Entwicklung von US-amerikanischen Value- und Growth- ktien von Dezember 1926 bis Januar 2009 deutlich, dass sich Value- Werte während der Großen Depression und während der Depression von 1937 schlechter als Growth-Werte entwickelten.

Börse für Discounter Policen

März 4, 2009

Gegen Ende des letzten Jahres war die Debatte um Discounter Policen beinahe eskaliert, dann wurde nie wieder davon gesprochen. Seit nun fast sechs Monaten offerieren die Börsen AG Hamburg und Hannover eine neue Handelsplattform im Internet. Auf dem Portal ist es möglich, dass gebrauchte Lebensversicherungen nach den allgemeinen Grundsätzen einer Börse gehandelt werden können. Der Vorstand, Thomas Ledermann sagte diesbezüglich, dass sich die Handelsplattform als eine Art Marktplatz verstehe, wo Inhaber von Lebensversicherungspolicen diese vielen Käufern anbieten können. Dort wird die Versicherung dann von dem Meistbietenden in einem Auktionsverfahren ersteigert, das Mindestgebot liegt in der Höhe des Rückkaufswerts. Besonders interessant ist das Portal aus dem Grunde, weil dort neben den Kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen, die es ab einem Rückkaufswert von 10.000 Euro gibt, auch Fondspolicen, die ab einem Rückkaufswert von 25.000 Euro erhältlich sind, angeboten werden. Alle diejenigen, die ihre Versicherung verkaufen möchten, haben die Gelegenheit diese eigenständig einzustellen. Überprüft werden die angegebenen Daten dann bei der jeweiligen zuständigen Versicherungsgesellschaft. Das Auktionsverfahren spielt sich in einem Zeitraum von fünf Tagen ab, in denen sowohl die Verkäufer als auch die Bieter anonym bleiben. Entspricht das letzte Gebot nicht den Erwartungen des Verkäufers, wird der Kaufvertrag nicht zu Stande kommen und der Handel ebenfalls nicht. Kommt es hingegen zu einem erfolgreichen Verkauf der Versicherung, trägt der Käufer die entstandenen Gebühren.
Häufig kommt es dazu, dass Versicherte ihre Lebensversicherung vor Ende der Laufzeit kündigen und die dabei teilweise sehr hohen Verluste nehmen sie billigend in Kauf. Es ist nicht selten, dass die Kosten für Vermittler und Verwaltung in den ersten Jahren der Laufzeit so hoch sind, dass nach einem Verkauf der selbst eingezahlte Sparanteil meist nicht wieder ausgezahlt werden kann. Verbraucherschützer bemängeln stets, dass manche Rückkaufwerte erst nach der Hälfte der Laufzeit tatsächlich den eingezahlten Prämien entsprechen.
Bei einem privaten Verkauf einer Lebensversicherung ist der Verlust für den Versicherten regelmäßig wesentlich niedriger. Dabei geht die Police weiter und die Käufer profitieren nach der Laufzeit von den Schlussrenditen. Die Versicherten können auch ihren Todesfallschutz behalten.
Die 1999 gegründete BÖAG Börsen AG, auch Börsen AG genannt, ist die Trägergesellschaft und der Betreiber der Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover.
Beide Börsen zusammen zählen momentan über 170 Kreditinstitute und Wertpapiermakler zu ihren Handelsteilnehmern, darunter auch ausländische Institute. Nach der offiziellen Orderbuchstatistik belegen die Börsen Hamburg und Hannover den dritten Platz unter den deutschen Börsen. Ein besonderer Schwerpunkt ist der börsen- orientierte Fondshandel.
Durch ihre geschäftspolitische Ausrichtung, das heißt nicht nur auf den privaten, sondern auch auf den institutionellen Anleger, kann die Börsen AG ihren Partnern und Handelsteilnehmern bestmögliche Angebote machen, die sich neben dem klassischen Aktien- und Rentenhandel durch innovative Investmentportale und Indizes von der Konkurrenz unterscheiden. Vor nun bereits sieben Jahren begann die Börse Hamburg mit dem börslichen Investmentfondshandel in Deutschland und übernahm dadurch die Rolle des Pioniers. Die Idee von 2002 hat sich bis heute manifestiert und am Markt etabliert. Die Zahl der Anleger und der Orders ist seitdem konstant angestiegen. Heutzutage ist es den Anlegern möglich, über die Börse Hamburg mehr als 3500 offene Fonds zu handeln.

Stuttgarter Börse verzeichnet geringeren Umsatz

Januar 6, 2009

Die Stuttgarter Börse hat nach vorläufigen Zahlen ein Handelsergebnis von rund 154 Milliarden Euro erzielt und sind 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahre 2007 hatte sich das Handelsergebnis noch auf 185 Milliarden Euro belaufen. Der Anleihehandel konnte ein Rekordergebnis von 39 Milliarden Euro einfahren und ist rund 30 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Anleger wünschen sich eine bessere Sicherheit und investieren ihr Kapital daher verstärkt in Anleihen statt Aktien.
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Börse Tokio bricht massiv ein

Oktober 27, 2008

Der japanische Leitindex Nikkei 225 an der Tokioter Börse ist um dramatische 6,36 Prozent gefallen und lag zum Börsenschluss bei 7163 Punkten. Diesen Punktestand hatte die Börse Tokio zuletzt im Jahre 1982 erreicht und ist ein neuer trauriger Rekord auf dem internationalen Börsenparkett. Die Finanzkrise und schlechte Aussichten für die japanische Wirtschaft waren die Auslöser des regelrechten Zusammenbruchs. Nach einem Bericht von Spiegel Online (27.10.2008) fielen die Aktienkurse der größten Banken des Landes um bis zu 15 Prozent. Die Anlegern verkauften ihre Aktien aus Furcht vor dem Kapitalbedarf der Bankhäuser. Der Mitsubishi UFJ-Finanzkonzern ist der größte Kreditgeber Japans und kündigte eine Kapitalerhöhung von 9 Milliarden Euro an.
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Rezessionsangst: Börsen im Sturzflug

Oktober 16, 2008

Die Angst geht um vor einer weltweiten Rezession und führte gestern an den Börsen zu einem radikalen Kurseinbruch. In den USA erlebte die Wall Street einen Kurseinbruch wie seit 21 Jahren nicht mehr, denn der Dow Jones Index fiel um 733 Punkte auf 8577 Punkte. Der japanische Leitindex Nikkei verbuchte einen Rückgang von 894,77 Punkte auf 8652,70 Punkte und ist der zweithöchste Verlust in diesem Jahr. Bei den Anlegern ist anscheinend Panik ausgebrochen, weil sie befürchten dass die beschlossenen milliardenschweren Rettungspakete die aktuelle Kreditknappheit nicht lösen könnte.  Der US-Notebankchef Ben Bernanke beunruhigte die Märkte mit einer wenig erfreulichen Aussicht für die Wirtschaft der USA.
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Islands Börse im rapiden Sinkflug

Oktober 15, 2008

Die isländische Börse hat gestern ihren Handel wieder aufgenommen und erlebte einen rabenschwarzen Dienstag. Der Aktienindex OMXI musste einen herben Kursrückgang von 77 Prozent hinnehmen trotz dass sechs große Banken des Landes vom Aktienhandel ausgesetzt waren. Das Land Island droht die Pleite und ersucht daher um russische Milliardenhilfe in Form eines Kredits. Den Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte die isländische Regierung schon darum gebeten mit dem Ziel das Finanz-, und Bankensystem zu stabilisieren. Die drei größten Banken Islands und zwar die Kaupthing, Landsbanki und Glitnir wurden bereits verstaatlicht um eine Insolvenz der Bankhäuser zu vermeiden. Eine Abordnung ist nach Russland geschickt worden um einen Milliardenkredit zu erhalten.
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Rettungspakete sorgen für Kursfeuerwerk

Oktober 14, 2008

Die Länder der EU haben in einer Krisensitzung milliardenschwere Rettungspakete zur Stabilisierung des Banken-, und Finanzsystems beschlossen. Dies sorgte am gestrigen Montag für beachtliche Kurssprünge an den Börsen weltweit. Der deutsche Aktienindex DAX verzeichnete einen Anstieg von 11,4 Prozent auf 5062 Punkte und liegt damit über die psychologisch wichtigen Marke von 5000 Punkten. Der TecDAX lag mit 585 Punkten rund 13,1 Prozent höher als am Freitag. Der japanische Nikkei-Index erlebte einen historischen Tagesgewinn von 1000 Punkten und konnte die Grenze von 9000 Punkten überschreiten. Die New Yorker Wall Street legte um 11 Prozent auf 9387 Punkte ebenfalls deutlich zu. Den gleichen prozentualen Sprung legte der Technologie-Index Nasdaq hin und stand am Börsenschluss bei 1844 Punkten.
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Dow Jones erreicht neues Rekordtief

Oktober 10, 2008

Die New Yorker Börse hat gestern ein neues Rekordtief erreicht, der Dow Jones Index fiel um dramatische 7,3 Prozent auf 8.579 Punkte und ist der tiefste Stand seit dem Jahre 2003.  Die Technologiebörse Nasdaq erlebte ebenfalls einen schwarzen Tag, denn der Index verzeichnete einen Rückgang von 5,5 Prozent auf 1.645 Punkte. Noch dramatischer als in den USA sank der japanische Aktienindex Nikkei 225. In Japan rauschte der Index um 974,12 Punkte auf 8183,87 Punkte in die Tiefe und bedeutet einen neuen Tiefstand. Der japanische Versicherungskonzern Yamato Life musste Konkurs anmelden und ist das erste Unternehmen Japans welches aufgrund der Finanzkrise in die Pleite getrudelt ist.
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