Zulauf beim Hamburger Zahnmobil wird immer größer

Juli 10, 2011

Nicht jeder kann es sich leisten, zum Zahnarzt zu gehen. Denn obwohl in Deutschland mittlerweile die Pflicht zur Krankenversicherung besteht, gibt es immer noch zahlreiche Personen, die über keinen Krankenschutz verfügen. Doch nicht nur eine fehlende Krankenversicherung zeigt sich dafür verantwortlich, dass etliche Bürger nicht zum Zahnarzt gehen, obwohl sie es eigentlich müssten. Gerade die Kosten schrecken viele Personen ab. Selbst wenn es nicht um Zahnersatz geht, sondern um Behandlungen, deren Kosten von der Kasse getragen werden, bleiben Personen wegen der Praxisgebühr vom Zahnarzt fern.

In den sozialen Brennpunkten Hamburgs ist daher das sogenannte Zahnmobil unterwegs. Hierbei handelt es sich um eine mobile Zahnarztpraxis, die eine kostenlose Hilfe anbietet. Finanziell unterstützt wird das Projekt von Colgate und der Caritas. Bedürftige können den mobilen Zahnarzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Das Mobil ist seit dem Jahr 2008 in Hamburg unterwegs und zeigt sich unter anderem für die Unterrichtung von Kindern in Sachen Zahnpflege verantwortlich.

Wie der Caritasverband für Hamburg mitgeteilt hat, gibt es immer mehr Personen, die das Zahnmobil aufsuchen. Im Jahr 2009 wurden 642 Patientenkontakte verzeichnet – im vergangenen Jahr wurde das Zahnmobil bereits von 919 Patienten aufgesucht. Im Rahmen dieser Patientenkontakte wurden insgesamt 247 Zähne gezogen und 363 Zahnfüllungen angelegt.
Befragungen der Patienten haben ergeben, dass unter anderem die Praxisgebühr und zusätzliche Behandlungskosten für das Fernbleiben von Zahnarztpraxen verantwortlich sind. Hierbei wird ersichtlich, welche Bedeutung die persönliche Finanzkraft im Bereich der zahnärztlichen Behandlung mittlerweile erlangt hat. Allerdings ist das Problem nicht ausschließlich auf die Gebühren zurückzuführen. Prinzipiell werden von der gesetzlichen Krankenversicherung alle Kosten getragen, die im Rahmen der Grundversorgung anfallen. Soziale Einrichtungen können außerdem sicherstellen, dass Behandlungsbedürftige auch keine Schwierigkeiten wegen der Praxisgebühr bekommen.

Schwacher Euro und US-Dollar bereiten Anlegern Sorgen

Mai 15, 2011

Noch nie zuvor scheint die Lage an den internationalen Finanzmärkten so kompliziert gewesen zu sein. Die New Yorker Börse konnte sich am Freitag nicht behaupten und in Frankfurt sah es nicht viel besser aus. Es sind vor allem die Leitwährungen, die den Investoren große Sorgen bereiten.

Da wäre zum einen der US-Dollar, der als angeschlagen gilt. Die US-Wirtschaft ist geschwächt und die Politik der US-Notenbank FED trägt nicht gerade zur Stärkung der bedeutendsten Währung bei. Doch auch der Euro steht unter enormem Druck, was auf die Schwierigkeiten in der Eurozone zurückzuführen ist. Zwar steht Deutschland aus wirtschaftlicher Sicht hervorragend da, doch Länder wie Griechenland, Portugal und Irland sind zu wahren Problemfällen geworden. Zudem drohen Spanien und Italien die Lage zu verschlimmern.

Die wirtschaftlichen Unterschiede, die zwischen den Mitgliedstaaten der EU bestehen, sind schlichtweg zu groß. Zunehmend mehr Finanz- und Wirtschaftsexperten haben die Befürchtung, der Euro könnte schon bald auseinander brechen. Sollte er tatsächlich gerettet werden, kämen auf Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien enorme finanzielle Belastungen zu.

Für private Sparer und Anleger sind das keine guten Zeiten. Die Angst vor der Inflation nimmt zu – womöglich ist sie sogar berechtigt. Mittlerweile scheint es schon fast so, als ob eine starke Inflation in den USA als abgemacht gilt, um somit das staatliche Finanzproblem zu lösen. Sollte diese Entwicklung auch in Europa eintreten, bekämen dies die Bürger anhand der Teuerungsrate deutlich zu spüren. Doch nun in Rohstoffe oder Aktien zu investieren, scheint wenig sinnvoll: Experten erwarten die ersten größeren Marktkorrekturen.

Deutlicher Inflationsanstieg in Deutschland

April 30, 2011

Ein spürbarer Anstieg der Inflation wurde von Finanz- und Wirtschaftsexperten schon seit Beginn der globalen Finanzkrise erwartet. Doch es hat lange gedauert, bis die Teuerung in Europa tatsächlich eingesetzt hat – einige Experten waren sich schon gar nicht mehr so sicher, ob sie überhaupt noch kommen wird. Am Ende ist die Inflation aber doch gekommen. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, beläuft sich der Anstieg der Inflation für den Zeitraum von Januar 2010 bis Januar 2011 auf ganze 2,0 Prozent. Für den Monat April wurde eine vorläufige Inflationsrate von 2,4 Prozent genannt.

Auf den ersten Blick mag eine Inflationsrate von 2,4 Prozent gar nicht so erschreckend wirken. Andererseits: Vor allem Arbeitnehmer dürften die Teuerung deutlich zu spüren bekommen. Immerhin hat die Inflation deutlich stärker zugelegt als die Einkommen – aufgrund der gestiegenen Preise bleibt weniger Geld zum Sparen übrig.

Sparer bekommen den Inflationszuwachs ebenso zu spüren. Schließlich ziehen die Zinssätze deutlich langsamer als die Teuerung an. Im Grunde müssen Sparer nun mindestens eine Rendite von 2,4 Prozent erzielen, damit ihre Ersparnisse nicht an Wert verlieren – und das sogar vor Steuern. Das jedoch ist leichter gesagt als getan: Im Bereich der Tagesgeldzinsen sieht es zum Beispiel relativ mau aus. Laut der „FMH Finanzberatung“ liegt der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeldanlagen bis 5.000 Euro bei gerade einmal 1,30 Prozent. Sparer können sich jedoch absichern, indem sie eine gezielte Auswahl der Anlagekonten und -formen vornehmen. Wer die Konditionen der einzelnen Banken vergleicht oder auf Neukundenangebote setzt, kann problemlos eine Rendite von 2,7 bis 2,8 Prozent vor Steuern erzielen.

Zinspolitik der FED schürt neue Inflationsängste

November 5, 2010

Bereits seit Monaten wird die amerikanische Notenbank FED wegen ihrer Zinspolitik von zahlreichen Seiten kritisiert. Dem Geldinstitut wird vorgeworfen, die Märkte mit billigem Geld regelrecht zu überfluten, wodurch das Risiko einer Inflation immer größer wird. Doch die amerikanische Regierung und Bankenchefs wollen davon nichts wissen. Am Donnerstag hat die FED bekanntgegeben, ein weiteres Rettungspaket für die US-Wirtschaft zu schüren und somit noch mehr Geld in die Märkte zu pumpen.

Banker und Politiker aus anderen Ländern zeigen hierfür wenig Verständnis. Es werden zunehmend mehr Stimmen laut, die sich ganz offen gegen diese Politik aussprechen. Dies hat unterschiedliche Gründe. Zum einen gehen Finanzexperten davon aus, dass die Dollarschwemme immer mehr zum Inflationstreiber wird. Zum anderen könnten weitere Staaten nachziehen und ebenfalls mehr Geld in die Märkte pumpen. Hierdurch würde das Inflationsrisiko weiter gestärkt werden: Das Geld verliert an Kaufkraft, was letztlich eine Bestrafung aller Sparer verkörpert.

Dass die FED an ihrer Niedrigzinspolitik festhält, ist unter anderem auf das Ziel zurückzuführen, den Wert der eigenen Währung zu drücken. Die Abwertung des US-Dollars soll den Export der USA stärken – allerdings geht diese Strategie nur auf, wenn andere Länder nicht ebenfalls versuchen, ihre Währungen abzuwerten.

Länder aus dem asiatischen Raum haben bereits damit gedroht, ähnliche Mittel zu ergreifen, sollten die USA ihre Geldpolitik nicht ändern. Lediglich die Europäer halten sich zurück. Die EZB hat die Politik der FED kritisiert und zugleich bekannt gegeben, dass man eine solche Geldpolitik in Europa nicht durchführen werde. Inwiefern dies dem deutschen Sparer hilft, lässt sich derzeit jedoch nur schwer abschätzen.

Banken wollen Online-Kreditkartenzahlungen sicherer machen

Oktober 23, 2010

Lange Zeit wurde der Kreditkarte nachgesagt, eines der sichersten Zahlungsmittel überhaupt zu sein. Allerdings nehmen die Zweifel der Karteninhaber zu: Längst nicht jeder Kreditkartenbesitzer traut sich noch, online zu bezahlen. Dies liegt vor allem an der Angst vor Online-Missbrauch bzw. Diebstahl der Kreditkartendaten. Zunehmend mehr Personen erhalten Kreditkartenabrechnungen, die unberechtigte Kosten aufweisen.

Die Anzahl der Betrugsversuche hat in den letzten Jahren immens zugenommen. Diesbezüglich ist anzumerken, dass auch Bankkunden betroffen sind, die beim Bezahlen alles richtig gemacht haben. Denn Kreditkartenbetrüger schlagen heutzutage virtuell zu: Server von Onlineshops werden ausspioniert, um somit an Kreditkartendaten zu gelangen.

Um diese Entwicklung zu stoppen, haben die Kreditkarten-Platzhirsche Visa und Mastercard ein neues Verfahren einführt, das für mehr Sicherheit beim Onlineshopping sorgen soll. Das Verfahren trägt die Bezeichnung 3D-Secure und basiert auf einem simplen Prinzip: Im Rahmen des Bezahlprozesses muss sich der Kreditkartenkunde bei seiner Bank einloggen und dort die Zahlung freigeben. Das hierfür benötigte Passwort wird nicht beim Onlineshop, sondern auf einer gesicherten Seite der eigenen Bank eingegeben. Shopbetreiber und womöglich zwischengeschaltete Finanzdienstleister verfügen dann nicht mehr über das Zusatzpasswort, das für Onlinezahlungen mit dem 3D-Secure System grundsätzlich benötigt wird.

Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, ist dieses Verfahren noch nicht einmal neu. Im Grunde ist es schon seit 2003 erhältlich, jedoch haben die Banken aus Kostengründen vor einer Einführung zurückgeschreckt. Aufgrund der immer bedrohlicheren Lage scheint nun ein Umdenken erfolgt zu sein. Erste Banken haben bereits in Deutschland damit begonnen, 3D-Secure einzuführen. Bis Ende dieses Jahrs sollen drei Viertel aller Visa-Karten auf die Sicherheitstechnik umgestellt sein.

Heizkostenabrechnungen weisen häufig Fehler auf

Oktober 16, 2010

Früher wurde die Heizkostenabrechnung vom Großteil der Mieter gar nicht so genau betrachtet. Die Beträge waren überschaubar und daher finanziell meist problemlos zu verkraften. Heutzutage sieht es ganz anders aus: Die gestiegenen Energiepreise machen sich besonders bei den Heizkosten bemerkbar. So mancher Mieter fühlt sich daher gar nicht wohl, wenn es den Umschlag der frisch eingetroffenen Abrechnung zu öffnen gilt. Nicht selten werden Beträge fällig, die die Haushaltskasse ordentlich unter Druck setzen.

Doch nicht nur die gestiegenen Energiekosten stellen ein Problem dar. Wie „Spiegel Online“ unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz schreibt, weist ein beachtenswert großer Teil der von Vermietern erstellten Abrechnungen signifikante Fehler auf. Eine Untersuchung der Verbraucherschützer hat ergeben, dass knapp die Hälfte der Mietabrechnungen fehlerhaft ist. Zudem ist keine hohe Transparenz gegeben: Bei weiteren 17 Prozent der Abrechnungen, die letztlich als fehlerfrei einzustufen waren, bestand zumindest Klärungsbedarf. Gerade einmal ein Drittel der Abrechnungen wurde korrekt erstellt.
Zu einem der größten Fehlerposten zählt die Berechnung des Brennstoffverbrauchs. Hier würde oftmals falsch gerechnet und zudem seien die Rechnungen nicht immer nachvollziehbar, so Verbraucherschützer. Oftmals war der Verbrauchswert vollkommen falsch angegeben worden, weil keine korrekte Berücksichtigung der Mietfläche erfolgte.

Mieter, die Zweifel hinsichtlich der Richtigkeit ihrer Heizkostenabrechnungen hegen, sollten daher nicht vorbehaltlos zahlen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, die Abrechnung von einem Experten überprüfen zu lassen und ggf. auch weitere Informationen zu den Berechnungsmethoden einzuholen. Eventuell können Fehler ausfindig gemacht werden, sodass der Mieter nachbessern und den Abrechnungsbetrag senken muss. Wie in solchen Fällen mit früheren Abrechnungen verfahren wird, muss individuell entschieden werden.

Online besser per Lastschrift zahlen

September 5, 2010

Wer online bequem bezahlen möchte, greift am besten zur Kreditkarte. Sie gilt im Internet als etabliertes Zahlungsmittel und zeichnet sich vor allem dadurch aus, weltweit einkaufen zu können. Es spielt keine Rolle, ob man nun bei deutschen Onlinehändlern oder im Ausland bestellt – letztlich ist es möglich, nahezu uneingeschränkt einzukaufen.

Allerdings bringt die Kreditkartenzahlung nicht nur Vorteile mit sich. Leider muss gesagt werden, dass die Zahlung teilweise auch als riskant gilt. Zunehmend mehr Verbraucher müssen erfahren, wie es ist, wenn man online mit der Kreditkarte bezahlt und anschließend keine Ware erhält. Das Problem dabei: Die Zahlungen können nicht einfach storniert werden. Zwar werben die Kreditkartengesellschaften gerne mit einer hohen Sicherheit, jedoch werden Zahlungen nur dann erstattet, wenn Kreditkarten gestohlen oder Kartendaten missbraucht wurden. Sofern der Kreditkarteninhaber selbst bezahlt, trägt er das volle Risiko.

Wie „Focus Online“ unter Berufung auf mehrere Bankenexperten schreibt, sind Verbraucher daher gut damit beraten, beim Onlineshopping vorrangig auf das Lastschriftverfahren zu setzen. Der große Vorteil beim Bezahlen per Lastschrift besteht darin, Zahlungen notfalls auch stornieren zu können. Auf diesem Wege kann ein wesentlich höheres Maß an Sicherheit erlangt werden.

Natürlich steht die Lastschrift als Zahlungsart nicht immer zur Verfügung – vor allem beim Einkauf in ausländischen Onlineshops hat man es schwer. Das Problem besteht darin, dass viele Shops diese Zahlungsart schlichtweg nicht akzeptieren bzw. sie oftmals noch nicht einmal kennen.

Wer gerne mit der Kreditkarte zahlt, braucht allerdings nicht verunsichert sein. Sofern man ausschließlich bei geprüften bzw. namhaften Onlineshops bestellt, ist das Verlustrisiko nur äußerst gering bemessen.

Renditen sicherer Staatsanleihen können nicht überzeugen

August 22, 2010

Der Bundesfinanzminister dürfte allen Grund zur Freude haben. Die Bundesrepublik befindet sich nämlich in der Lage, besonders günstiges Kapital aufnehmen zu können. Staatsanleihen von Deutschland gelten derzeit als so gefragt, dass den Anlegern keine hohen Zinsen geboten werden müssen. Hinzu kommen niedrige Marktzinsen, welche die Renditen von Staatsanleihen, Bundesobligationen und ähnlichen Wertpapieren zusätzlich drücken.

Was für den Bundesfinanzminister erfreulich ist, ist für die Anleger weniger schön. Denn gerade sichere Geldanlagen haben derzeit keine guten Renditen zu bieten. Zwar ist in vielen Bereichen auch so gut wie keine Inflation festzustellen, jedoch ist es trotzdem nicht gut, wenn die eigenen Ersparnisse nur geringfügig verzinst werden. Selbst wer sich langfristig bindet, muss sich mit niedrigen Zinssätzen abspeisen lassen: Die Zinssätze von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren liegen bei gerade einmal 3 Prozent.

Privatanleger müssen deshalb clever sein, wenn sie gute Renditen in Verbindung mit einer hohen Sicherheit erwirtschaften möchten. In erster Linie bedeutet dies, sich auf dem Markt genau umsehen zu müssen. Dementsprechend hat die Bedeutung von Zinsvergleichen deutlich zugenommen. Wer gute Renditen bei Tagesgeld- oder Festgeldanlagen erzielen möchte, kommt um einen Vergleich der Zinskonditionen nicht mehr herum. Sollten entsprechende Konten ohne vorherigen Vergleich eröffnet werden, besteht die Gefahr, ein großes Renditepotential nicht auszuschöpfen.

In diesem Zusammenhang muss auf Neukundenangebote verwiesen werden. Gerade die Direktbanken räumen ihren Neukunden attraktive Konditionen ein, deren Renditen weit über den Durchschnittsrenditen liegen. Anleger sind deswegen gut damit beraten, sich mit diesen Anlageprodukten zu beschäftigen, damit am Ende die besten Konditionen gesichert werden.

Mit Selfstorage die Mietkosten gering halten

Juni 20, 2010

Der Beruf zwingt immer mehr Bürger dazu, in die Großstadt zu ziehen. Das Leben in der Großstadt mag gewisse Vorzüge mit sich bringen – allerdings ist es auch kostspielig. In den wirtschaftlich starken Regionen haben die Mieten in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark angezogen. Große Wohnflächen sind daher nicht für jedermann erschwinglich.

Natürlich gibt es ein Mindestmaß an Raum, das man schlichtweg benötigt – und das nicht nur zum eigentlichen Wohnen, sondern auch um sein Eigentum unterstellen zu können. Gerade wegen der Habseligkeiten kann das Wohnen schnell zum teuren Vergnügen werden: Wer beispielsweise die Möbelstücke der Oma geerbt hat und die eigenen Möbelstücke behalten möchte, benötigt Platz.

Um dieses Problem zu lösen, setzen zunehmend mehr Privathaushalte auf das sogenannte Selfstorage. Hierbei handelt es sich um eine Lösung, die ursprünglich aus den USA stammt und sich mittlerweile auch in Deutschland einer großen Beliebtheit erfreut. Der Ansatz ist simpel: Man mietet sich eine preiswerte Lagerfläche, um dort seine Habseligkeiten sicher unterstellen zu können.

Der Selfstorage Markt boomt wie nie zuvor. Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, gab es vor 10 Jahren auf dem deutschen Markt gerade einmal 4 Anbieter. Mittlerweile gibt es 59 Anbieter und das Wachstum hält an. Dies ist nicht verwunderlich: In Zeiten steigender Mietpreise bietet es sich geradezu an, benötigten Stauraum per Selfstorage zu erlangen. Dies ist meistens deutlich günstiger, als in eine größere Wohnung zu ziehen. Außerdem überzeugt Selfstorage mit kurzen Mietzeiten: Wer beispielsweise seine Möbel ein paar Tage lang wegen Renovierungsarbeiten unterstellen möchte, kann dies problemlos tun.

Spaniens Abstufung könnte Zinsen zusätzlich senken

Mai 30, 2010

Was die Zinssituation in Europa betrifft, so kann diese zweifelsfrei als extrem eingestuft werden. Anleger haben es besonders schwer: Mit Zinsprodukten lässt sich derzeit so gut wie kein Geld verdienen. Vor allem im Bereich der Tagesgeldkonten lohnt es sich schon fast nicht mehr, sich überhaupt noch nach Angeboten umzusehen. Ganz anders im Bereich der Finanzierung: Schon lange nicht mehr waren Kredite so günstig.

Besonders im Bereich der Baufinanzierung sind die Zinssätze in den letzten Monaten deutlich gefallen. Die Griechenlandkrise hat zu einem maßgeblich Zinsrückgang geführt. Dies wird besonders an den Zinssätzen für Immobiliendarlehen mit 10-jähriger Zinsbindung sichtbar: Der Zinsrückgang beläuft sich auf satte 0,5 Prozent. So günstig wie jetzt waren die Hypothekenzinsen schon seit 50 Jahren nicht mehr.
Ein Ende des Zinsrückgangs ist nicht zwangsweise in Sicht. Es ist denkbar, dass sich die Griechenlandkrise wiederholt – denn auch andere EU-Mitgliedstaaten haben mit enormen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Den Beginn der nächsten Runde hat Spanien eingeläutet: Die Rating Agentur Fitch setzte das Rating für Spanien von AAA auf AA+ herab. Damit hat sich die Kreditwürdigkeit des Landes verschlechtert – genauso erging es erst vor ein paar Monaten den Griechen.

Anleger dürften sich über diese Entwicklung nicht gerade freuen, insbesondere wenn sie ihren Fokus auf Zinsprodukte gelegt haben – voraussichtlich wird es noch eine ganze Weile dauern, bis die Zinsen für Sparprodukte wieder anziehen. Wesentlich besser haben es Darlehensnehmer: Die niedrigen Zinssätze erlauben es, günstige Finanzierungen abzuschließen. Baufinanzierungen sind bereits äußerst günstig – Kfz-Finanzierungen, Ratenkredite sowie die Zinssätze für den Dispo-Kredit könnten dem Zinstrend schon bald folgen.

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