Strategien für Zinsanleger

März 23, 2008

Im Bereich der Zinsanlagen wird es derzeit immer schwieriger, Anlageentscheidungen zu treffen. Bis vor ein paar Monaten war es noch so, dass die Zinssätze im Bereich der Tages- und Festgeldanlagen am steigen waren. Doch mittlerweile gehen zunehmend mehr Banken dazu über, die Zinssätze ihrer Anlagen wieder nach unten zu schrauben.

Vor allem die Zinssenkungen der amerikanischen FED sind für den derzeitigen Zinsrückgang verantwortlich. Die europäische EZB hat bisher noch keine Senkungen vorgenommen – doch zunehmend mehr Finanzexperten gehen davon aus, dass auch die EZB kurzfristig dazu gezwungen sein könnte, einen entsprechenden Schritt zu gehen.

Wer bisher auf Tagesgeld gesetzt hat, der musste je nach Bank bereits Zinsrückgänge in Kauf nehmen. Da einige Banken ihre Konditionen bisher noch nicht angepasst haben, bietet es sich auch an, Umschichtungen vorzunehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man bei den Banken, die derzeit die besten Tagesgeldzinsen anbieten, auch ein Konto eröffnet hat. Alternativ kann man auch auf die Umschichtungen verzichten und die Tagesgeldanlagen in Festgeldanlagen umwandeln. Allerdings ist das natürlich nur dann möglich, wenn man investierte Kapital nicht umgehend wieder benötigt: Denn um eine vergleichsweise hohe Verzinsung zu erzielen, sollte der Anlagezeitraum mindestens ein Jahr betragen.

Aufgrund der Börsenturbolenzen der vergangenen Tage können mutige Zinsanleger auch darüber nachdenken, in das Lager der Dividendenjäger zu wechseln. In den letzten Tagen waren einige dividendenstarke Aktienwerte, wie zum Beispiel die Deutsche Telekom oder auch die Interhyp von starken Kursverlusten betroffen, so dass sich jetzt günstige Einstiegsmöglichkeiten bieten. Allerdings geht es bei diesen Investments weniger darum, auf Kursanstiege zu spekulieren, sondern die Dividenden zu kassieren. Beide Aktienwerte bringen derzeit eine Dividendenrendite von mehr als sieben Prozent.

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