Schufa Selbstanfrage bald kostenlos?

Mai 5, 2008

Der Schufa Auskunft kommt eine höhere Bedeutung zu, als es vielen Menschen lieb ist. Immerhin hält die Schufa Holding unzählige Informationen über uns fest, die innerhalb eines gewissen Rahmens über unsere Bonität und unsere Zahlungsmoral Auskunft geben. Entziehen kann man sich der großen Kartei nicht: Ganz egal ob man ein Girokonto eröffnet oder einen Handyvertrag abschließt – im Rahmen des Vertragsabschlusses gilt es die so genannte Schufa Klausel zu unterschreiben, die das jeweiligen Unternehmen berechtigt, in die Schufa einzusehen und gleichzeitig Informationen weiterzuleiten.

Sollten sich in der Schufa Auskunft einer Person negative Einträge finden, so kann dies ernsthafte Konsequenzen haben. Mit einer negativen Schufa Auskunft gestaltet es sich beispielsweise sehr schwierig, Kredite aufzunehmen – die meisten Kreditinstitute sind an einer Kreditvergabe nicht mehr interessiert, wenn im Rahmen der Kreditprüfung eine negative Schufa Auskunft zum Vorschein kommt. Selbst der Abschluss eines Mobilfunkvertrags kann sich wegen eines negativen Eintrags schwierig gestalten.

Aufgrund dieser Bedeutung ist es nicht verwunderlich, dass es viele Menschen gibt, die in Erfahrung bringen möchten, welche Informationen in ihrer Schufa Auskunft festgehalten sind. Sofern man dies möchte, gilt es eine so genannten Selbstanfrage zu stellen. Diese kann jederzeit bei der Schufa Holding beantragt werden, ist allerdings mit Kosten verbunden – bisher berechnet die Schufa Holding 7,80 Euro für die Erstellung der Auskunft.

Allerdings könnte sich in Zukunft ändern. Das Bundesinnenministerium überarbeitet derzeit das Bundesdatenschutzgesetz, in welchem die Verbraucherrechte gestärkt werden sollen. Demnach möchte die Regierung die Schufa Holding dazu verpflichten, Selbstauskünfte gratis zu erstellen.

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