Qimonda: Millionenhilfe rettet Chipkonzern vorerst

Dezember 22, 2008

Der angeschlagene Chipkonzern Qimonda ist vorerst gerettet und zwar durch einen 325 Millionen Euro schweren Kredit. Der Mutterkonzern Infineon gibt seiner Tochterfirma einen Betrag von 75 Millionen Euro während das Land Sachsen und die Entwicklungsbank von Portugal mit 150 bzw. 100 Millionen Euro die Hauptlast der Kreditsumme tragen. Zur Zeit laufen noch Verhandlungen über Bürgschaften in Höhe von 280 Millionen Euro die das Land Sachsen tragen soll. Die Kredite erhält der Chiphersteller allerdings nicht ohne Gegenleistung sondern verpflichtet sich dazu sein Dresdner Werk und die Produktionsstätte in Porto zu stärken.

Nach den aktuellen Planungen soll die Produktion der bahnbrechenden Buried-Wordline-Technologie im Werk Dresden so schnell wie nur möglich angefahren werden. Die Buried-Worldline-Chips sind sehr klein bemessen und sollen vorwiegend in mobilen Geräten zum Einsatz kommen. Die Kreditzusage muss von den deutschen und europäischen Behörden allerdings noch genehmigt werden bevor überhaupt das erste Geld fließen kann. Im Jahre 2006 hatte Infineon sein Chipgeschäft unter der Marke Qimonda ausgegliedert und ist an seiner Tochterfirma mit 75 Prozent beteiligt. Die niedrigen Preise für Computerchips verursachen allerdings milliardenschwere Verluste und übertrafen in ihrer Höhe sogar zuletzt den Umsatz des Vorjahres.

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