Private Geldanlage: Honorarberatung wird immer häufiger angeboten
Juli 28, 2008
Im Bereich der privaten Geldanlage ist es in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Änderungen gekommen. Es ist vor allem auf die Direktbanken und Onlinebroker zurückzuführen, dass Anleger von höheren Zinsen sowie Rabatten beim Erwerb bestimmter Anlageprodukte profitieren können. Diese Entwicklung bekommen insbesondere die Anlageberater der Banken sowie auch Vermögensberater zu spüren: Immer weniger Kunden sind noch dazu bereit, deren Produkte zu Standardkonditionen abzuschließen. Etliche Privatanleger wissen inzwischen sehr genau, wo sie dieselben Produkte erheblich günstiger erwerben können.
Diese Veränderungen führen dazu, dass immer mehr Anlageberater auf die so genannte Honorarberatung umsteigen. Hiermit bieten sie eine völlig neue Art der Anlageberatung an. Diese Beratung basiert auf einem ganz simplen Konzept: Der Kunde bezahlt ausschließlich für die Beratungsleistung. Im Gegenzug erhält er eine unabhängige Beratung, bei welcher ihm genau aufgezeigt wird, wo und wie er die jeweiligen Finanzprodukte erwerben kann. Wenn die Produkte über den Berater abgeschlossen werden, erstattet dieser die Provisionen – sofern diese überhaupt anfallen – wieder an den Kunden zurück. Der Anleger kann sich also sicher sein, dass er beim Tätigen seiner Investments sehr viel günstiger davon kommt.
Was die Kosten für die Beratung angeht, so können diese recht unterschiedlich ausfallen. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass im Durchschnitt 150 Euro pro Stunde berechnet werden. Dies mag auf den ersten Blick relativ teuer wirken – doch im Hinblick auf die Ersparnis an Ausgabeaufschlägen und Gebühren, spart der Anleger eine Menge Geld.
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