Privatbank Sal. Oppenheim beteiligt sich an Arcandor

September 30, 2008

Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim beteiligt sich mit 10 Prozent an dem ins schwere Fahrwasser geratenen Einzelhandels-, und Touristikkonzerns Arcandor. Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der tradtionsreichen Bank und Arcandor hat Sal. Oppenheim das Recht seine Beteiligung künftig auf 30 Prozent zu erhöhen. Der Kaufpreis für den Anteil beläuft sich auf etwa 59 Millionen Euro für 23 Millionen Aktien. Die Hauptaktionärin Madeleine Schickedanz wird 19,5 Prozent an die Privatbank verkaufen wovon allerdings 5 Prozent der Zustimmung durch das Kartellamt bedürfen. Der Aktienkurs des angeschlagenen Konzerns hat einen dramatischen Kursrutsch hinter sich,  denn innerhalb nur eines Jahres fiel der Kurs um über 90 Prozent auf nur noch knapp 1,85 Euro.

Vor den Einstieg des namhaften Kölner Bankhauses war ein Verkauf der Touristiktochter Thomas Cook angedacht, die sich mit einem Jahresumsatz von 8,44 Milliarden Euro (Stand 2007) mittlerweile zum Hauptumsatzträger entwickelt hat. Die Einzelhandelstochter Karstadt erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von 2,86 Milliarden Euro und besteht aus 90 Warenhäusern, 32 Sporthäusern und dem berühmten Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe. Die Traditionsmarke Karstadt ist das Sorgenkind von Arcandor, weil die Kaufhauskette seit einigen Jahren sinkende Umsätze verzeichnet. Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch unklar ob die Einzelhandelstochter zum Verkauf steht oder eben nicht.

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