Notwendigkeit von Rauchmeldern
März 18, 2009
In Deutschland sterben jedes Jahr bei Bränden ungefähr 800 Menschen. Zu der Mehrheit der Brände kommt es in Privathaushalten. Grund für die knapp 200.000 Brände im Jahr ist jedoch nicht nur die Fahrlässigkeit, wie sehr häufig angenommen. Sehr oft lösen technische Defekte auch derartige Brände aus. Brände, die regelmäßig verheerende Folgen haben können, wenn sie nicht rechtzeitig bemerkt werden. Besonders in der Winterzeit kommt es vermehrt zu Bränden in Wohnungen, was unter anderem an dem beliebten aber doch gefährlichen Gebrauch von Kerzen liegt.
Aus diesem Grunde ist die Anschaffung eines Rauchmelders unabdingbar, schließlich haben Versicherungen auch das Recht ihre Leistungen in der Hausrat- und Wohngebäudepolice zu kürzen, wenn ein Rauchmelder nicht in der Wohnung angebracht worden war. Bis zum heutigen Tage ist es unter anderem in Rheinland- Pfalz Pflicht in neu erbauten Gebäuden Rauchmelder anzubringen und zu warten, wie aus Aussagen des Bund der Versicherten hervorgeht.
In Hamburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Saarland und auch in Schleswig- Holstein ist diese Pflicht ebenfalls eingeführt worden. Jedoch wird vermutet, dass weitere Bundesländer in der kommenden Zeit diesem Vorbild folgen werden. Bei älteren Wohnungen kann dann davon ausgegangen werden, dass sie eine Übergangsfrist zur Installierung erhalten. Wenn diese Pflicht dann von zum Beispiel den in Kenntnis gesetzten Wohnungsmietern ignoriert wir, handelt es sich dabei um grobe Fährlässigkeit, was rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Zudem hat die Versicherung dann die Möglichkeit ihre Leistung zu verringern, da ein Rauchmelder wohlmöglich die Größe des Schadens oder auch den Schaden selbst verhindern hätte können.
Wohnungseigentümer und Vermieter sollten in jedem Fall einen Rauchmelder im Flur, der als Rettungsweg dienen sollte, in Schlaf- und Kinderzimmern einbauen lassen, ging aus einer Erklärung des Versichertenbundes hervor. Im Schlaf ist es üblich, dass sich der Geruchssinn des Menschen abschaltet, sodass die Gefährdung durch einen Wohnungsbrand insbesondere während der Nachruhe stark erhöht ist. Erst wenn sie dort Geräte installiert hätten, wären sie „auf der sicherer Seite“.
Beim Kauf eines Rauchmelders muss unbedingt auf die Qualität des Gerätes geachtet werden. Als Laie ist es natürlich schwierig, die richtigen Kriterien herauszufinden. Folgende Punkte sind besonders wichtig: Es sollte nur ein Hiemrauchmelder gekauft werden, der ein CE- Zeichen und eine Prüfnummer mit der Angabe „EN 14604“ trägt.
Der Kunde muss in Hinblick darauf jedoch wissen, dass dieses CE- Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Wenn er darüber hinaus sicher sein möchte, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte unterliegt, sollten beim Anschaffen auf das VdS- Prüfzeichen geachtet werden. Vds ist bislang das einzige Prüfinstitut, das die Qualitätsstandards von Rauchmeldern durch wiederkehrende Kontrollen am Markt in Deutschland aktuell prüft. Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, wird vom Forum Brandrauchprävention der Rat gegeben, Rauchmelder zu installieren, die über eine Batterie mit einer Lebensdauer von zehn Jahren besitzen. Ein ordnungsgemäßer Rauchmelder ist im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen zu erhalten. Dort kann der Kunde neben den Qualitätsprodukten auch eine kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern bekommen.
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