Nicht in jedem Ökofonds steckt tatsächlich öko
Mai 30, 2008
So genannte Ökofonds boomen wie nie zuvor. Zunehmend mehr Anleger erkennen, dass Rendite und Umweltschutz keine Gegensätze sein müssen. Mit den so genannten „grünen Investments“ wird ihnen die Möglichkeit gegeben, Rendite zu erzielen und gleichzeitig einen Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten.
Was das Angebot an Ökofonds betrifft, so erstreckt sich dieses über eine enorm großes Palette. Das Spektrum reicht von Wind- und Solaranlagen bis hin zum Handel mit ökologisch angebauten Lebensmitteln. Teilweise stehen bei den Fonds auch Themen wie zum Beispiel der Klimaschutz im Vordergrund.
Wie gestern das Handelsblatt berichtete, gilt es bei der Auswahl entsprechender Fonds jedoch vorsichtig zu sein. Es sei längst nicht so, dass hinter jedem Fonds, der als Ökofonds bezeichnet wird, ein entsprechendes Konzept verbirgt. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage auf der Anlegerseite drücken die Investmentgesellschaften auch anderen Produkten diesen Stempel auf.
Um die Anleger zu schützen bzw. ihnen mehr Transparenz bieten zu können, ist die Einführung eines Gütesiegels geplant. Anhand dieses Gütesiegels sollen die Anleger auf einen Blick erkennen können, dass sie tatsächlich in einen Fonds investieren, der ein ökologisch sinnvolles Konzept verkörpert oder an entsprechende Projekte gekoppelt ist. Allerdings könnte es noch eine ganze Weile dauern, bis das Gütesiegel eingeführt wird: Über die Vergabekriterien scheint sich die Investmentbranche noch nicht einig zu sein.
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