Krise bei den Landesbanken
April 6, 2008
Die Bankenkrise scheint einfach kein Ende nehmen zu wollen. In der vergangen Woche hat es eine weitere Bank erwischt, die sich mit Wertpapierinvestments verspekuliert hat. Dieses Mal trifft es die BayernLB, die nun bekannt gab, eine Wertberichtigung in Höhe von 4,3 Milliarden Euro vornehmen zu müssen.
Es hat den Anschein, als seien es vor allem die Landesbanken, die nicht über die Kompetenz verfügen, ihre Portfolios entsprechend zu strukturieren und mit der Bankenkrise entsprechend umzugehen. Denn bereits gegen Ende des vergangenen Jahres hatte es zwei Landesbanken schwer getroffen, nämlich zum einen die SachsenLB, zum anderen die WestLB.
Was die SachsenLB betrifft, so war der Schaden so groß, dass die Bank ihren Geschäftsbetrieb aus eigener Kraft nicht mehr aufrechterhalten konnte. Aus diesem Grund ist die baden-württembergische LBBW eingesprungen, und hat die SachsenLB kurzerhand übernommen. Nun arbeitet man bei der LBBW daran, das übernommene Institut anzupassen und wieder auf Vordermann zu bringen.
Ganz ähnlich sah es auch bei der WestLB aus, nur mit dem Unterschied, dass man sich in Nordrhein-Westfalen energisch dagegen wehrte, von einer anderen Landesbank übernommen zu werden. Aus diesem Grund musste auch schon in eine öffentliche Kasse gegriffen werden, um das Unternehmen finanziell zu unterstützen. Diese Bemühungen scheinen allerdings umsonst gewesen zu sein. Wie gestern in der Wirtschaftswoche zu lesen war, scheint für di WestLB eine Fusion mit einer anderen Bank unausweichlich zu sein, um weiterhin fortbestehen zu können.
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