KfW streicht Fördermittel bei Immobiliensanierung
August 21, 2010
In den letzten Jahren hat das Thema Energieeffizienz bei Immobilien äußerst stark an Bedeutung gewonnen. Eigentümern wird bewusst, dass sie langfristig viel Geld sparen können, wenn sie ihre Objekte sanieren. Außendämmung, neue Dächer, isolierte Fenster und moderne Heizungsanlagen können beitragen, die Heizkosten spürbar zu senken.
Allerdings muss man sich die Sanierung von Immobilien erst einmal leisten können. Nicht selten fallen bei entsprechenden Sanierungsvorhaben relativ hohe Kosten an. Schnell kommt es vor, dass man sich dazu gezwungen sieht, einen fünfstelligen Betrag zu investieren – Geld, das häufig nicht vorhanden ist. So bleibt vielen Eigentümern keine andere Wahl, als eine Finanzierung abzuschließen.
Bisher hatten Sanierer allen Grund zur Freude. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat nämlich etliche Vorhaben aus dem Bereich der Immobiliensanierung finanziell gefördert. So wurden bisher vorrangig zinsgünstige Förderdarlehen vergeben – teilweise sogar direkte Finanzzuschüsse. Doch damit ist bald Schluss: Wie das „Hamburger Abendblatt“ mitteilt, sieht sich die Bank dazu gezwungen, das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummer 152) einzustellen.
Als Grund wird auf die knappe Finanzlage verwiesen. Der Staat kann nicht mehr Geld zu Verfügung stellen – und weil die vorhandenen Fördermittel stark erschöpft sind, bleibt der Förderbank keine andere Möglichkeit, als das Förderprogramm einzustellen. Sanierer werden es daher schon bald schwieriger haben, an günstige Förderdarlehen zu gelangen.
Wie die KfW Bank selbst mitteilte, werde man sich künftig stärker auf den Baubereich konzentrieren. Vorrangig soll der Bau von Wohnimmobilien gefördert werden, die von Grund an auf einen niedrigen Energieverbrauch ausgelegt sind. Im Gegensatz zu den Sanierern brauchen sich Bauherren deshalb keine Sorgen zu machen.
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