Keine Erholung bei Tagesgeldzinsen in Sicht

März 13, 2010

Privatanleger, die vorzugsweise auf Tagesgeld setzen, haben es derzeit nicht leicht. Immerhin befinden sich die Tageszinsen bereits seit Monaten auf einem extrem niedrigen Niveau. Das Ergebnis ist eine magere Verzinsung, die unter Umständen noch nicht einmal einen vollständigen Schutz vor Inflation bietet.

Besserung ist derzeit nicht in Sicht. In den vergangenen Tagen haben bereits mehrere Banken und Direktbanken angekündigt, ihre Tagesgeldkonditionen der Marktsituation anpassen zu müssen. Konkret bedeutet dies, dass in den kommenden Wochen Zinssenkungen folgen werden. In Abhängigkeit von der Bank, bei welcher ein Sparer sein Geld hortet, kann dies unter Umständen bedeuten, dass die zwei vor dem Komma des Zinssatzes verschwindet und durch eine eins ersetzt wird.

Eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht: Finanz- und Wirtschaftsexperten rechnen mit keinem Anstieg oder lediglich einem leichten Anstieg der Zinsmärkte in den kommenden Monaten. Dies liegt vor allem an der Wirtschaft: Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft sind im Lauf der vergangenen Woche verschwunden. Aktuelle Zahlen zum deutschen Export sprechen eine deutliche Sprache: Deutschland konnte am Aufschwung nicht festhalten. In zahlreichen Industriezweigen sind die Exporte wieder eingebrochen. Die Auswirkungen auf die Zinsmärkte sind enorm: So lange die Wirtschaft sich nicht erholt, können die Zentralbanken keine Erhöhung der Leitzinsen vornehmen, ansonsten bestände die Gefahr, dass die Konjunktur endgültig abgewürgt wird.

Anleger, die sich vor fallenden Tagesgeldzinsen fürchten, sollten darüber nachdenken, ihre Ersparnisse in Festgeldanlagen umzuschichten. Zwar ist das Kapital dann nicht mehr jederzeit verfügbar, aber dafür lässt sich eine höhere Verzinsung erzielen.

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