Investmentfonds: Experten rechnen mit zahlreichen Auflösungen
Juli 26, 2008
Wenn es darum geht, Fondsgelder einzusammeln, haben die Investmentgesellschaften derzeit ein leichtes Spiel. Grund ist die Abgeltungssteuer, die ab dem kommenden Jahr gelten wird. Wer seine Fondsanlagen noch vor der Einführung der Abgeltungssteuer tätigt, kann in den kommenden Jahren von einem immensen Steuervorteil profitieren. Um die Privatanleger besser dazu bewegen zu können, entsprechende Anlagen zu tätigen, legen etliche Investmentgesellschaften neue, speziell auf die Abgeltungssteuer zugeschnittene Fonds auf.
Wer nun denkt, mit diesen Fonds ein Leben lang steuerlich optimierte Kapitalerträge zu erzielen, könnte ganz schön falsch liegen. Wie die „WELT Online“ schreibt, gehen etliche Anlageexperten davon aus, dass es einem Großteil der neu aufgelegten Fonds schon bald nicht mehr geben wird. Bereits im kommenden Jahr, spätestens im darauf folgenden Jahr könnte ein immens großer Teil dieser Fonds aufgelöst werden. Der Grund ist ganz simpel: Wenn es den Investmentgesellschaften nicht gelingt, ausreichend viel Kapital einzusammeln, lohnt es sich nicht, die Fonds aufrecht zu erhalten, so dass diese aus Kostengründen geschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Schließung ist vor allem dann sehr hoch, wenn die Fonds speziell auf Anleger abzielen, die nach Möglichkeiten suchen, um die Abgeltungssteuer zu vermeiden.
Deshalb kann diesen Anlegern nur dazu geraten werden, ihr Kapital auf mehrere Fonds zu verteilen und bei der Fondsauswahl sehr vorsichtig zu sein. Je namhafter und größer ein Fonds ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er geschlossen wird.
Comments
Got something to say?
You must be logged in to post a comment.
