HRE: Klage abgeblockt, Vergleich empfohlen

August 7, 2009

Die Hypo Real Estate (HRE) kommt nicht zur Ruhe: Nicht nur dass in diesen Tagen immer mehr Details über den tatsächlichen Zustand des inzwischen verstaatlichten Konzerns ans Tageslicht kommen, auch der Prozess gegen den früheren Bankvorstand sorgt für – wahrscheinlich eher ungeliebte – Aufmerksamkeit.

Am gestrigen Donnerstag sollte die Klage von immerhin 56 Fonds gegen die HRE vor dem Münchner Landgericht verhandelt werden. Im Rahmen einer Sammelklage werfen die Fonds der HRE vor, Risiken bewusst verschwiegen zu haben. Es geht um Forderungen in Höhe von 320 Mio. Euro. Allerdings wurden die Forderungen der Kläger zunächst als nicht ausreichend begründet und nicht übersichtlich abgelehnt. Das Gericht forderte den Klägeranwalt zur Nachbesserung der Klageschrift auf. Zugleich wies es darauf hin, dass einige Kläger mit ihrer Klage kaum Aussicht auf Erfolg haben werden, da einige Ansprüche möglicher Weise bereits verjährt sein könnten. Stattdessen regte das Gericht an, dass jeder Fonds seine Ansprüche separat geltend machen solle. Auch ein außergerichtlicher Vergleich empfehle sich: Je nach Zeitpunkt der Aktienkäufe könnte man sich mit der HRE in diesem Rahmen auf einen Ersatz des entstandenen Schadens in Höhe von zehn bis 100 Prozent einigen.

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