Hohe Versicherungsausgaben 2008 wegen Katastrophen

März 20, 2009

Im vergangenen Jahr waren die Ausgaben der Versicherungen sehr hoch. Die Katastrophenbilanz war durch Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen ziemlich schlecht. Allein 220.000 Menschen mussten im letzten Jahr starben. China und Birma sind dabei die Länder, die am meisten von schweren Katastrophen betroffen gewesen sind. Aus der Bilanz der Münchener Rückversicherung konnte ein Gesamtschaden von ungefähr 200 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet knapp 140 Milliarden Euro entspricht, ermittelt werden, davon waren jedoch lediglich 31,5 Milliarden Euro versichert. Berechnet am finanziellen Schaden ist aus diesem Grunde das Jahr 2008 eines der schlimmsten Katastrophenjahre in der Geschichte, so die Aussagen zur Bilanz des Münchener Versicherungsunternehmens, das selbst Versicherungen absichert.
Die Bilanz zeigt eindeutig, dass das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan, bei dem 70.000 Menschen zu Tode kamen, mit umgerechnet 60 Milliarden Euro die kostenintensivste Naturkatastrophe des letzten Jahres war. Hurrikan Ike war das teuerste Einzelereignis, er richtete in der Karibik Schäden in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar an. Bei dem Tropensturm Nargis in Myanmar mussten 135.000 Menschen ihr Leben lassen, was statistisch die höchste Totenzahl bei einer Katastrophe 2008 war.
Als Konsequenz des Klimawandels ist sich der Vorstand Torsten Jeworrek sicher, dass es in Zukunft immer mehr Wetterextreme geben wird und dadurch auch Naturkatastrophen immer häufiger auftreten werden, ganz besonders der asiatische Kontinent sei gefährdet. Dort geschah auch im letzten Jahr die Mehrheit aller Katastrophen. Nicht nur in Asien, auch in Amerika kommt es vermehrt zu Naturereignissen, die durch ihren Schweregrad in Katastrophen übergehen, so auch in den Küstenregionen der USA, wo in der letzen Zeit mehr und stärkere Hurrikans registriert worden. Zur Folge hatte dies, dass sich die Anzahl der Policen in den zurück liegenden Jahren quasi verdoppelt hat. Europa hat es bisher nicht so schwer getroffen, durch Orkantiefs wie zum Beispiel Emma oder Unwettertiefs wie Hilal sind allerdings auch Schäden in Milliardenhöhe entstanden.
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ist eine große deutsche Rückversicherungsgesellschaft mit Sitz in München, die über die Tochter Ergo auch das Erstversicherungsgeschäft betreibt. Derzeitig ist sie mit geringem Rückstand hinter der Schweizerische Rückversicherungs- Gesellschaft der zweitgrößte Rückversicherer auf der Welt. Die Aktien der Gesellschaft sind an allen deutschen Wertpapierbörsen sowie im elektronischen Xetra- Handel notiert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 25,5 Milliarden Euro, der Konzernjahresumsatz betrug 37,3 Mrd. EUR bei einem Konzerngewinn von 3,937 Mrd. EUR für das Geschäftsjahr 2007.
Die Münchener Rück hat ungefähr 5000 Kunden in allen Versicherungen in circa 160 Ländern. Sie übernimmt Teile des Risikos dieser Versicherungen und berät diese umfangreich im Versicherungsgeschäft. Die Münchener Rück hat nicht nur ihren Stammsitz in München, sondern ist auch mit mehr als 50 Außenstellen vertreten. Rückversichert werden unter anderem Lebens-, Kranken-, Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt-, Transport/Luftfahrt/Raumfahrt, Feuer- und technische Versicherungen.

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