Gold ETFs können sich deutlich unterscheiden
April 4, 2010
Goldinvestments liegen im Trend: Noch nie zuvor waren Privatanleger so sehr daran interessiert, in Gold zu investieren. Allerdings wird das Edelmetall längst nicht immer in physischer Form erworben. Sogenannte Gold ETFs sind äußerst gefragt: Sie können schnell und vor allem auch kostengünstig über den Onlinebroker geordert werden.
Wie Die „Financial Times Deutschland“ berichtet, gilt es beim Kauf entsprechender Fonds gut aufzupassen. Es gibt nämlich drei verschiedene Arten solcher Fonds, die teilweise leicht zu verwechseln sind. Grund sind die ähnlichen Bezeichnung – und das obwohl sich hinter den einzelnen Produkten ganz verschiedene Anlagekonzepte verbergen.
Das klassische Goldinvestment per ETF wird gar nicht mit einem richtigen Gold ETF, sondern einem Gold ETC (Exchange Traded Commodity) realisiert. Das Prinzip ist einfach: Der Emittent erwirbt physisches Gold, an dem der Anleger durch Erwerb des Wertpapiers einen Anteil erwirbt. In Abhängigkeit von der Entwicklung des Goldpreises verändert sich der Wert des Gold ETC.
Als wesentlicher riskanter gelten Gold ETFs, die nicht den Goldpreis, sondern die Entwicklung der Futurekontrakte abbilden. Als Basis dient der DJ-UBS Gold-Sub-Index: Dieser Index orientiert sich an Terminkontrakten, die für spätere Goldlieferungen geschlossen werden. Mit einem klassischen Goldinvestment hat der Erwerb solcher EFTs nichts zu tun: Trotz steigendem Goldpreis kann der Index unter Umständen an Wert verlieren – Grund sind die Terminkontrakte. Nur Profis sollten sich an solche Papiere wagen.
Zu guter Letzt gibt es noch Gold ETFs, die in Goldaktien investieren. Da sich Goldaktien nicht kongruent zum Goldpreis entwickeln müssen, gilt es auch hier aufzupassen: Nur erfahrene Anleger sollten investieren.
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