Gold aus dem Automaten?
Mai 22, 2009
Wer derzeit die Finanzseiten der Zeitungen aufschlägt staunt nicht schlecht: Das Interesse an Investments in Gold scheint derart groß zu sein, dass erste Unternehmen auf den Zug aufspringen möchten und Feingold in kleinen Mengen an Otto-Normal-Verbraucher verkaufen. Dass Investments in Gold erst ab Barrengrößen von 250 Gramm aufwärts wirklich Sinn machen, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle: Ziel von Unternehmen wie TG-Gold-Super.Markt.de ist es, auch kleinere Mengen unters Volk zu bringen und jeden auch mit geringem Einsatz am Boomthema Gold teilhaben zu lassen. Und so kommt es, dass der Reutlinger Edelmetall-Discounter noch in diesem Jahr plant, 500 Automaten an Bahnhöfen und Flughäfen aufzustellen, aus denen man sich einen Goldbarren seiner Wahl quasi im Vorbeigehen ziehen kann. Gold to go, sozusagen. Ein erster Testlauf am Frankfurter Hauptbahnhof verlief zumindest schon einmal vielversprechend.
Natürlich aber startet der Gold-Discounter das Projekt nicht nur aus Spaß an der Freude: Im Zuge der Finanzkrise ist Gold gefragter denn je, die Anleger setzen auf reale Werte statt auf interessant klingende Luftschlösser. Kein Wunder also, dass die Preise für Gold beständig steigen. Genau davon wollen die Reutlinger profitieren: Das Gold aus ihren Goldautomaten ist zwar günstiger als bei einem Ankauf über die Bank, liegt aber trotzdem noch deutlich über den derzeitigen Marktpreisen.
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