Geschlossene Fonds: Vermittler locken mit Provisionsnachlässen

Juli 27, 2008

Geschlossene Fonds fallen in einem Bereich, mit welchem sich nur vergleichsweise wenige Privatanleger beschäftigen. Dies liegt in erster Linie daran, dass man relativ kapitalstark sein muss, um entsprechende Investments tätigen zu können. Wer in diese Fonds investiert, verfügt über Kapital, das er in absehbarer Zeit nicht benötigt: Die Renditen der Fons sind äußerst attraktiv, allerdings ist das Kapital etliche Jahre lang gebunden.

Seit vielen Jahren werden die geschlossenen Fonds über spezialisierte Finanz- und Anlageberater sowie einigen Banken vertrieben. Diese haben am Vertrieb dieser Fonds stets gutes Geld verdient: Die Provisionen, die nach Abschluss an den Vertrieb gehen, fallen vergleichsweise hoch aus. Allerdings kommen zunehmend mehr Fondsvertriebe auf den Markt, die mit den alten Gesetzen brechen und den etablierten Fondsvertrieben die Marktanteile streitig machen wollen.

Wie gestern in der „Financial Times Deutschland“ zu lesen war, gibt es erste Fondsvermittler, die im Bereich der geschlossenen Fonds mit satten Provisionsnachlässen locken. Für die Anleger bedeutet dies, Fondsanteile über die Anbieter günstiger erwerben und somit die Renditen ihrer Anlagen erhöhen zu können.

Bei den etablierten Fondsvertrieben stößt dieses Konzept auf wenig Gegenliebe. Allerdings hat es den Anschein, als ob sie sich nicht dagegen wehren könnten. Zunehmend mehr Vermögens- und Anlageberater wollen die Provisionen dieser Produkte künftig offen legen und den Kunden somit mehr Transparenz bieten. Anleger, die regelmäßig in geschlossene Fonds investieren, dürften sich über die Entwicklung sehr freuen.

Comments

Got something to say?

You must be logged in to post a comment.