Zertifikate


Zertifikate gehören zu den sehr jungen Instrumenten der Kapitalanlage. Ende der 80-iger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die erste Zertifikate ausgegeben. Seit dem erfreut sich diese Anlageform steigender Beliebtheit. Das direkte Handeln gestaltet sich allerdings relativ schwierig und ist äußerst komplex. Aus diesem Grund muss der Anleger viel Mühe und Geduld investieren, um messbare Erfolge zu erreichen. Ursprünglich waren Zertifikate dazu gedacht, einen Gegenpol zum spekulativen Handel mit Optionsscheinen herzustellen. Allerdings wurden durch die Finanzwirtschaft in den vergangenen Jahren vermehrt Produkte auf den Markt gebracht, mit denen dieser Grundsatz aus den Angeln gehoben wurde. An dieser Stelle sei nur auf die Gruppe der Hebelzertifikate hingewiesen. In der Literatur werden zwei Formen unterschieden. Partizipationszertifikate haben als Basis Aktien- oder Indexwerte. Der Inhaber partizipiert an der Kursentwicklung der Basispapiere. Der Laufzeit sind keine Grenzen gesetzt. Im Gegensatz dazu stehen die Zertifikate mit einem bestimmten Rückzahlungsprofil. Der Wert des Papiers hängt hier von bestimmten Bedingungen ab, die im Vorfeld festgelegt werden.
Zertifikate erfüllen die Definition der Schuldverschreibung und gehören zur Gruppe der Derivate. Der Handel einige Kenntnis des Aktien- und Börsenhandels voraus. Aus diesem Grund wird auf weiterführende Erläuterungen verzichtet.