Geldanlage


Kaum ein Thema nimmt in der modernen Gesellschaft eine ähnliche Stellung ein, wie die Geld- oder Kapitalanlage. Egal, ob in Printmedien, dem Internet oder Fernsehen. An jeder Stelle und zu jeder Zeit werden wir mit Möglichkeiten zur Vermögensbildung konfrontiert. Der Grund für diese Omnipräsenz liegt auf der Hand. Finanzielle Sicherheit, auch in der Zukunft, steht für eine breite Masse der Bevölkerung im Vordergrund und ist ein wesentlicher Antrieb unserer Gesellschaft.
Was aber genau versteht man unter einer Kapitalanlage. Eine allgemeingültige Definition, die alle Aspekte umreißt, findet sich in jedem Lexikon. Eine Geldanlage ist nichts anderes, als die Investition der zur Verfügung stehenden liquiden Mittel. Mindestens mit dem Ziel, den Wert der Anlage zu erhalten. Natürlich ist die Wertsteigerung und damit die Vermehrung des Kapitals das eigentliche Ziel eines jeden Anlegers. Sachwerte, die im täglichen Leben Anwendung finden, gehören nicht zur Geldanlage. Sie sind durch die fortwährende Nutzung einem ständigen Verschleiß unterworfen und verlieren kontinuierlich an Wert.
Natürlich kann das Kapital, durch Beruf oder aus selbstständiger Tätigkeit erworben, auch im heimischen Sparstrumpf „angelegt“ werden. In Erwartung einer schönen Summe und der Angst vor dem Verlust des Geldes, vertraute man früher gern auf diese Möglichkeit. Der Erfolg dieser Anlageform ist hingegen eher fraglich. Zum einen entgehen dem Sparer die Zinsen, bzw. die Rendite der institutionellen Anlageformen wie Sparkonto oder Fondssparen. Auf der anderen Seite wird das Kapital, das der Anleger dem Wirtschaftskreislauf auf diese Art und Weise entzieht, mit Fortschreiten der Zeit, immer weniger Wert. Die Inflation sorgt dafür, dass die Kaufkraft einer bestimmten Menge Geld immer geringer wird. Schon aus diesem Grund lohnt sich Einzahlen auf das Konto einer Bank immer.
Welche Formen der Geldanlage gibt es? Die Antwort auf diese Frage ist nicht so leicht, wie sie im ersten Moment erscheint. Speziell der Ausgangspunkt spielt eine Rolle. Je nach Art der Anlageform ergibt sich ein anderes Bild. Am einfachsten ist die Trennung zwischen börsenorientierten Formen und außerbörslichen Formen der Kapitalanlage. Die genaue Gliederung der verschiedenen Ansätze zu beleuchten, würde an dieser Stelle zu weit führen, da verschiedene institutionelle Anleger die Gelder ihrer Investoren wieder zur Finanzierung anderer Anlageformen nutzen und sich die Kategorien dadurch überschneiden. Hier soll nur in drei Gruppen unterschieden werden. Börsennotierte Formen der Geldanlage, außerbörsliche Geldanlagen und Sachwerte als Gruppe der Kapitalanlage.