Gefallene Wohneigentums-Preise
September 28, 2009
Zum ersten Mal seit fünf Jahren sind die Preise für Wohneigentum in Deutschland im Jahr 2008 wieder gefallen. Das geht aus einem Bericht des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bauwesen nach Auswertung der insgesamt erfassten 448.000 „Verkaufsfälle“ in Deutschland hervor. Eine Eigentumswohnung ist im Sinne des Berichts 120.900 Euro oder 3,4 Prozent weniger als 2007 wert, ein Einfamilienhaus 157.500 Euro, was einem Minus von 2,4 Prozent entspricht.
Interessant ist auch, dass in Ostdeutschland die Preise weniger als im Westen fielen, doch liegen im Osten die Durchschnittspreise meist stark unter Westniveau. Der Immobilien-Eigentumsindex ist demzufolge im Westen von 108 auf 105 und im Osten von 89 auf 87 abgesunken. Nach Aussagen des Instituts ist jedoch im langfristigen Vergleich eine hohe Stabilität in den Preisen sichtbar.
München befindet sich auf dem ersten Platz der Wohneigentumspreise, dort kam es sogar noch zu einem Anstieg der Immobilienpreise. 2008 kostete hier ein Einfamilienhaus 388.200 Euro – immerhin ein Plus von 0,1 Prozent. Bei Eigentumswohnungen gab es ein Plus von 2,2 Prozent auf 205.900 Euro. Sehr stark ist dagegen der Preisrückgang in Bremen mit einem Minus von 23,6 Prozent für Eigentumswohnungen gewesen. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen gingen die Preise eindeutig zurück. Bei Einfamilienhäusern kam es zu einem größeren Preisanstieg in Hamburg und Sachsen-Anhalt, Hessen und Brandenburg hatten die stärksten Preisrückgänge.
Nähere Informationen sind unter http://www.ifs-staedtebauinstitut.de abrufbar. Interessierte sollten sich bei diesen Preisen und den ebenfalls sehr günstigen Konditionen für Finanzierungen derzeit ernsthaft überlegen, eine Immobilie anzuschaffen.
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