Forwarddarlehen
Januar 27, 2008
Forwarddarlehen verkörpern eine noch relativ junge Form von Immobiliendarlehen. Die ersten Darlehen dieser Art wurden vor ungefähr fünf bis sechs Jahren auf dem deutschen Markt eingeführt und sind seither auch nicht mehr wegzudenken. Im Folgenden wird erläutert, für wen Forwarddarlehen interessant sind und worin die Vorteile dieser Darlehensform liegen.
Forwarddarlehen richten sich an Immobilieneigentümer und Darlehensnehmer, die eine Anschlussfinanzierung vornehmen müssen. Im Grunde genommen handelt es sich bei ihnen um nichts anders als ein Umschuldungsdarlehen – die Besonderheit besteht lediglich darin, dass die Darlehen bereits mehrere Jahre vor dem eigentlichen Umschuldungstermin abgeschlossen werden können.
Manch einer wird sich jetzt vielleicht fragen, was daran vorteilhaft sein soll, ein Darlehen für eine spätere Umschuldung bereits mehrere Jahre vor dem Ablauf der Zinsbindung abzuschließen. Doch diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Mit Hilfe eines Forwarddarlehen können sich Darlehensnehmer die aktuell gültigen Zinsen sichern. Gerade in Zeiten steigender Zinsen ist es sehr praktisch, den Zinssatz so früh wie möglich zu sichern bzw. mit der Bank fest zu vereinbaren, damit einem der fortlaufende Zinsanstieg nichts mehr anhaben kann.
Übrigens fallen beim Abschluss keinerlei Bereitstellungszinsen an. Das Darlehen wird sozusagen geparkt und erst dann abgerufen, wenn das bestehende Darlehen umgeschuldet wird. Im Rahmen der Darlehensaufnahme ist lediglich zu beachten, dass der vereinbarte Zinssatz im Nachhinein nicht mehr verändert werden kann.
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