Ford: Milliardenverlust eingefahren

Juli 25, 2008

Der angeschlagene US-Autokonzern Ford verzeichnete im zweiten Quartal diesen Jahres einen Verlust von 8,7 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um 6 Prozent auf 38,6 Milliarden US-Dollar deutlich zurück. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 750 Millionen US-Dollar erzielt. Die vergangenen zwei Jahre waren für den Autohersteller sehr schlecht, weil insgesamt ein Verlust von 15 Milliarden US-Dollar eingefahren wurde. Im kommenden Jahr wollte Ford eigentlich wieder schwarze Zahlen schreiben aber dieses Ziel wird wohl kaum zu erreichen sein. Die Absatzzahlen sanken um 331.000 auf 3,1 Millionen Fahrzeuge und der Wolfsburger Autohersteller Volkswagen AG ist dabei seinen US-Konkurrenten bei den Verkaufszahlen zu überholen.

Im Vergleich zum verlustreichen US-Geschäft schreibt die Automarke in Europa, Asien und Südamerika gute Gewinne. Allein das Europageschäft erwirtschaftete einen Gewinn von 582 Millionen US-Dollar. Mit einem Strategiewechsel hin zu spritsparenden Kleinwagen möchte Ford die Wende schaffen undn wieder in die Gewinnzone gelangen. In den nächsten Jahren sollen sechs europäische Kleinwagen auf den US-Automarkt gebracht werden.

Dafür sollen drei Autowerke, wo derzeit noch Geländewagen hergestellt werden eine entsprechende Umrüstung erhalten. Nach der Umrüstung sollen dort dann spritsparende Kleinwagen produziert werden. Vor zwei Jahren belief sich der Jahreumsatz auf 160 Milliarden US-Dollar aber aufgrund der schlechten Geschäftszahlen im US-Geschäft wird der Umsatz in diesem Jahr wohl niedriger ausfallen. Weltweit beschäftigt Ford rund 250.000 Mitarbeiter von denen aber in absehbarer Zeit einige tausend entlassen werden sollen.

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