Finanzkrise trifft Deutsche Bahn hart

November 27, 2008

Die Finanzkrise hat den Logistik-, und Bahnkonzern Deutsche Bahn AG erreicht und zwar rechnet die Konzernleitung mit einem massiven Einbruch im Schienengüterverkehr. Im Dezember könnten im schlechtesten Fall bis zu 40 Prozent weniger Züge fahren und widerspricht der Prognose des Bahnchefs Hartmut Mehdorn vor ein paar Wochen. Damals hatte er die Lage als weniger ernst geschildert. Das Unternehmen konnte im dritten Quartal sowohl seinen Umsatz als auch Gewinn steigern aber verbuchte bei der Verkehrsleistung im Güterverkehr einen Rückgang von 4 Prozent. Der Jahresumsatz des Jahres 2007 hatte bei 31 Milliarden Euro gelegen und es wurde ein Gewinn von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Die Krise im Schienengüterverkehr bedroht die Arbeitsplätze von 4.500 Leiharbeitern denen eine Kündigung droht, wenn es tatsächlich so schlimm kommt wie erwartet. Laut Mehdorn sollen alle Ausgabenposten überprüft werden inklusive dem Investitionsprogramm. Es sollen allerdings keine Einsparungen für die Sicherheit der Kunden und Bahnverkehr vorgenommen werden. Im Dezember findet die neue Tarifrunde für die rund 135.000 Mitarbeiter statt und sowohl die Gewerkschafte GDL als auch Transnet werden dafür ihre Tarif-Forderung vorlegen. Der Börsengang der Deutsche Bahn AG ist wegen der Finanzkrise und dem damit verbundenen schlechteren Börsenumfeld auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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