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Christian Reder

Rollnerstrasse 13

90408 Nürnberg

Tel: 0911-2136345

Mail: tempxy@gmx.de

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29th APRIL 2006

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Finanzierung Eigentumswohnung

 

Die Eigentumswohnung nimmt eine Sonderstellung im Eigentumsrecht ein. Sie bezeichnet eine besondere Form des Eigentums an einer Wohnung. Diese rechtliche Konstruktion wurde geschaffen, da das Bürgerliche Gesetzbuch nicht zwischen dem Eigentum an einem Grundstück und einem eventuell darauf befindlichem Haus unterscheidet. Das Haus und das Grundstück bilden eine untrennbare Einheit und werden zusammen Veräußert. Bei einem Hauskauf wird auch kein Vertrag über den Kauf eines Hauses abgeschlossen, sondern ein Grundstückskaufvertrag. Um dieses zu umgehen hat man das Wohnungseigentumsgesetz erlassen. Das Wohnungseigentum bietet die Möglichkeit Eigentum an einer speziellen Wohnung zu erwerben.

Mieteigentumsanteil und Sondereigentum

Dieses Funktioniert, indem das Eigentum an dem Grundstück durch die Anzahl der vorhandenen Wohnungen geteilt wird. Bei einem Wohnhaus mit vier gleich großen Eigentumswohnungen ersteht jeder Käufer 1/4 Mieteigentumsanteil des Grundstücks. Jeder Mieteigentumsanteil ist eine bestimmten Wohnung zugeordnet, zum Beispiel Erdgeschoss rechts. Dieses ist das Sondereigentum, da die Benutzung allein dem Eigentümer dieses Anteils vorbehalten ist.

Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass die einzelnen Wohnungen unabhängig voneinander verkauft oder beliehen werden können. In der Praxis besteht der Eigentumsanteil aus 1/1000 Anteilen, da die einzelnen Parteien meist unterschiedliche Größen haben.

Finanzierung einer Wohnung

Vor dem Kauf einer Eigentumswohnung sollte man seine finanziellen Möglichkeiten genau analysieren und ausloten, an diesem Punkt verschätzen sich sehr viele Käufer, wie die hohe Anzahl an Zwangsversteigerungen beweist. Finanziert werden müssen vor allem direkte Kosten des Erwerbs. Das sind natürlich der Kaufpreis des Mieteigentums und bei neuen Objekten Baunebenkosten, Anschlusskosten für Gas, Strom und Wasser, Erschließungskosten oder Kosten für Garten und Außenanlage. Viele Käufer verschätzen sich jedoch mit den indirekten Kosten eines Immobilienkaufs, also Bereitstellungszinsen, Erstellung von Gutachten und Schätzungen, Notarhonorar aber auch Bauträgerversicherungen, Bauausfälle, und -verzögerungen.

Dazu kommen auch noch laufende Kosten wie Heiz- und Betriebskosten und Rücklagenbildung für künftig anfallende Renovierungen. Wer zuvor zur Miete gewohnt hat, wird sich daran gewöhnen müssen frühzeitig an solche anfallenden Renovierungskosten zu denken.

Damit auch vor allem während der Bauphase genug Liquidität vorhanden ist, empfiehlt sich eine intensive Beratung bei der Hausbank. Auch kann es nicht schaden sich Angebote von anderen Instituten einzuholen, da durch den Zinsenzinseffekt schon ein halber Prozentpunkt einen Kredit um mehrere 10.000 Euro verteuern kann.


 

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