Entwicklung der Hypothekenzinsen

Mai 1, 2008

Obwohl die US-Notenbank FED jetzt schon mehrfach nacheinander die Leitzinsen gesenkt hat, ist in Europa an Zinsanstieg festzustellen. Bereits seit Ende März ziehen die Zinsen langsam aber sicher an. Für all diejenigen, die auf einen Zinsrückgang spekuliert haben, ist das natürlich keine besonders tolle Entwicklung. Schon gar nicht für Immobilienkäufer oder Eigentümer, die einen größeren Darlehensbetrag aufnehmen wollen.

Vielen potentiellen Darlehensnehmern stellt sich derzeit die Frage, wie sie verfahren sollen. Einige hoffen immer noch darauf, dass sich die Zinsen im Euroraum an die amerikanischen Zinssätze anpassen. Allerdings wird das Lager derjenigen, die auf einen Zinsanstieg spekulieren, immer größer. Die Inflation ist im Euroraum derzeit sehr stark, so dass die EZB im Prinzip gar keine andere Wahl hat, das Zinsniveau zu halten oder gar eine Erhöhung der Leitzinsen vorzunehmen.

Am deutlichsten war der bisherige Zinsanstieg bei den Förderdarlehen zu vernehmen. Die KfW Bankengruppe hat vor ungefähr zwei Wochen die Zinssätze einiger Förderprogramme deutlich erhöht. Im Bereich der Förderdarlehen für Modernisierungsmaßnahmen, wurden die Zinssätze deutlich erhöht. Vor allem beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm wurde der Zinssatz spürbar angehoben: Wer sich die Darlehenskonditionen nicht mehr rechtzeitig sichern konnte, muss eine Erhöhung der Zinsbelastung von rund 30 Prozent in Kauf nehmen.

Natürlich ist unklar, wie sich die Zinsmärkte in den kommenden Wochen entwickeln werden. Aufgrund der hohen Inflation gehen Experten davon aus, dass die EZB schon bald eine Zinserhöhung vornehmen wird. Potentielle Darlehensnehmer sollten sich deshalb überlegen, ob sie eventuell schon bald aktiv werden und sich das derzeitige Zinsniveau sichern.

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