Einzelhandel rechnet mit kleinem Zuwachs trotz Krise

November 28, 2008

Der deutsche Einzelhandel rechnet trotz der anhaltenden Finanzkrise und beginnenden Rezession beim Umsatz mit einem kleinen Zuwachs im Weihnachtsgeschäft 2008. Nach Angaben des Branchenverbandes HDE erwartet man für die Monate November und Dezember einen Umsatz von 74,7 Milliarden Euro. Dies würde einer Steigerung von 1 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr entsprechen. Laut HDE-Präsident Josef Sanktjohanser gibt es keine Anzeichen für ein schlechtes Weihnachtsgeschäft. Denn die Kaufkraft ist aufgrund der gesunkenen Inflationsrate deutlicher gestiegen als in der Mitte diesen Jahres. Außerdem wären die Einkommen gestiegen und die Zahl der Menschen, die in Arbeit sind im Jahresvergleich deutlich angewachsen.

In Bezug auf das Gesamtjahr erwartet der Einzelhandel ein Umsatzplus von 1,5 Prozent und eine Prognose für das nächste Jahr sei schwierig zu bewerkstelligen. Trotz des wirtschaftlichen Abschwungs und der damit verbundenen Arbeitsplatzverluste erwartet der HDE einen leichten Anstieg bei den Einkommen der Verbraucher. Die Sparquote liegt derzeit bei 11,4 Prozent und hier rechnet der Branchenverband mit einer leichten Tendenz nach unten. Nach einer Forderung des HDE sollte die Einkommenssteuer für kleine und mittlere Einkommen reduziert werden. Nach aktuellen Verbandsumfragen haben die 400.000 Einzelhändler bis September einen Umsatzanstieg von nominal 1,6 Prozent verzeichnet aber preisbereinigt ist dies ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Jahre 2007. Im Onlinehandel wird für November und Dezember mit einem Umsatz von zirka 5 Milliarden Euro gerechnet.

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