Dunkle Wolken am Konjunkturhimmel

Oktober 2, 2008

Die deutsche Wirtschaft ist zwar in den vergangenen Jahren robuster geworden aber die anhaltende Finanzkrise in den USA wirkt sich im kommenden Jahr negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Nach den Zahlen der “IW-Konjunkturprognose 2009 – Abschwung in die Stagnation” des Institut der deutschen Wirtschaft Köln wird die Konjunktur in diesem Jahr um 1,7 Prozent zulegen. Im kommenden Jahr soll das Wirtschaftswachstum allerdings nur bei 0,6 Prozent liegen. Die Exporte verzeichnen im Jahre 2008 einen Zuwachs von 4,2 Prozent und die Importe legen um 3,8 Prozent zu. Die Ausfuhren werden im nächsten Jahr mit 1,5 Prozent deutlich weniger zulegen und die Einfuhren mit 1,8 Prozent zulegen. Die Investitionsbereitschaft stieg dieses Jahr um 5 Prozent und wird im Jahre 2009 eine Stagnation erleben.

Die Zahl der Arbeitslosen wird nächstes Jahr nur um 40.000 Personen sinken und die Arbeitslosenzahl auf 3,3 Millionen Menschen klettern. Das erwartete BIP-Wachstum von 0,7 Prozent wird besonders durch die Beruhigung bei den Rohstoff-, und Energiepreisen ausgelöst werden. In Deutschland musste der Staat der Hypothekenbank Hypo Real Estate finanziell unter die Arme greifen und dafür müssen wir Steuerzahler im schlimmsten Fall etwa 27 Milliarden Euro zahlen. Der Bank drohte ein Engpass bei ihrer Liquidität und die Pleite konnte durch den staatlichen Eingriff gerade noch verhindert werden. Das Ziel des Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) im Jahre 2011 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen ist durch die Finanzkrise nun bedroht. Denn es drohen bei sinkenden Wirtschaftswachstum weniger Steuereinnahmen und würde bedeuten dass der Staat mehr Schulden aufnehmen muss als geplant.

Quelle: Pressemitteilung Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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