Düstere Wolken über dem Aktienmarkt

Juni 29, 2008

Der Aktienmarkt bereitet Anlegern derzeit wenig Freude: Im Zuge von Rezessionsangst und schlechter Stimmung auf dem Parkett verzeichnete der Deutsche Aktienindex in jüngster Vergangenheit herbe Verluste: Seit Mitte Mai verlor der deutsche Leitindex rund 800 Punkte und damit mehr als 10 Prozent seines Wertes.

Die Gründe für die Abwärtsdynamik sind nach Ansicht von Analysten vielfältig und in keinster Weise als Sommerloch zu interpretieren. Ganz wesentlich mitverantwortlich für die Kursverluste ist der anhaltend hohe Ölpreis. Jüngst wurde die Marke von 140 Dollar nach oben durchbrochen; eine Ende der Hausse scheint trotz des jüngst abgehaltenden Energiegipfels nicht in Sicht. Ein hoher Preis für fossile Brennstoffe wirkt auf die Abnehmerländer des „schwarzen Goldes“ wie eine zusätzliche Steuer und dämpft folglich die Inlandsnachfrage. Neben dem schwächeren Konsum verschlechtert sich insbesondere die Handelsbilanz deutlich: Während die Importsumme wächst, fallen die Ausfuhren aufgrund der auch im Rest der Welt abflachenden wirtschaftlichen Dynamik geringer aus.

Anleger, die von weiter fallenden Notierungen ausgehen, können mit Shortindizes an der Entwicklung partizipieren. Die Produkte sind im Rahmen eines Fonds und damit als Sondervermögen erhältlich und können fortlaufend ohne Ausgabeaufschläge gehandelt werden.

Optimisten sehen die derzeitigen Indexstände als günstige Kaufgelegenheit und steigen ein. Long-Positionen sollten aufgrund des gegenwärtig latenten Risikos jedoch nicht ohne Stopp-Limit eröffnet werden. Bei Deutschen Aktienindex sehen Charttechniker bei einem Kursniveau von knapp unter 6200 Punkten eine signifikante Unterstützung, deren Verletzung eine weitere Abwärtsdynamik verursachen könnte.

Insbesondere neue Höchststände am Ölmarkt und weitere Zinsschritte der Europäischen Zentralbank könnten die Angst vor einer lang anhaltenden Rezession verstärken und Kurse von nur mehr 5000 Punkten rechtfertigen.

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