Die IKB im Abwärtsstrudel

März 21, 2008

Die Leidensgeschichte der IKB scheint einfach kein Ende nehmen zu wollen. Wie gestern bekannt wurde, hat sich das Wertportfolio der Bank nicht gerade positiv entwickelt, so dass weitere Finanzlöcher gestopft werden müssen. Bisher waren drei so genannte Hilfspakete erforderlich: In drei Tranchen wurden insgesamt mehr als 8,5 Milliarden Euro in die marode Bank gepumpt.

Da der Großteil dieser Gelder vom Staat kommt und letztendlich von den Steuerzahlern aufgebracht wird, steht die IKB in keinem besonders guten Licht. Mittlerweile gibt es auch erste Stimmen aus der Politik, die sehr deutlich zum Ausdruck bringen, dass keine weiteren Gelder in die Bank gesteckt werden sollen.

Erstaunlicherweise hofft die staatliche KfW-Bank (die mit 43 Prozent größter Anteilseigener an der IKB Bank ist) immer noch darauf, einen Käufer für ihre Anteile zu finden. Finanzexperten gehen derzeit davon aus, dass ungefähr 800 Millionen Euro erlöst werden können. Allerdings stellt sich einem gleichzeitig die Frage, weshalb dann zuvor 8,5 Milliarden Euro in die Bank gepumpt worden sind.

Am allerwenigsten dürften sich Privatanleger, die IKB Aktien besitzen, über die derzeitige Entwicklung freuen. Vor einem Jahr kostete das Papier noch rund 30 Euro. Mittlerweile ist die Aktie auf einen Kurs von bescheidenen 4,92 Euro abgestürzt. Allerdings könnte es noch erheblich schlimmer kommen: Die Analysten der Unicredit haben diese Woche ein Kursziel von 20 Cent je Aktie bekannt gegeben – was im Endeffekt einem Totalverlust gleichkommen würde.

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