Deutschland beteiligt sich nicht an US-Bankenrettung

September 23, 2008

Die amerikanische Regierung will mit einem 700 Milliarden US-Dollar schweren Bankenrettungsfonds die US-Banken vor maroden Krediten bewahren indem diese aufgekauft werden. Die US-Regierung hatte gestern weltweit dazu aufgefordert sich an dem milliardenschweren Rettungsplan zu beteiligen. Eine Beteiligung lehnt die Bundesrepublik Deutschland ab und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich nicht nur mehr Transparenz sondern auch eine stärkere Regulierung auf den internationalen Finanzmärkten. Der Bankenrettungsfonds soll nun auch von ausländischen Banken beansprucht werden aber können ihre schlingernden Kredite nur unter bestimmten Voraussetzungen an den amerikanischen Staat verkaufen. Die Finanz-, und Bankenkrise trifft auch Deutschland aber einen Rettungsplan wie die US-Regierung wird abgelehnt. Die Rekordsumme von 700 Milliarden US-Dollar soll durch Verkauf von US-Staatsanleihen finanziert werden.

Der Schuldenstand der USA wird sich dadurch auf 10,3 Billionen US-Dollar belaufen und somit ungefähr 70 Prozent des BIP entsprechen. Gekauft werden die Staatsanleihen vorwiegend von Ländern aber auch Privatpersonen und Firmen. Mit einer Währungsreserve von 1,6 Billionen US-Dollar ist China das Land mit dem höchsten Bestand an US-Dollar und dürfte sich demnach auch mit US-Staatsanleihen eindecken, die derzeit mit 3 bis 4 Prozent verzinst werden. Der amerikanische Steuerzahler muss für den Bankenrettungsfonds in der Zukunft zahlen denn die Schulden treffen den Nachwuchs der aktuellen Generation.

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