Deutsche Bank bleibt in den schwarzen Zahlen

Oktober 30, 2008

Der Finanzkonzern Deutsche Bank AG befindet sich trotz der anhaltenden Finanzkrise in einer relativ guten Lage. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen einen Gewinn von 414 Millionen Euro erwirtschaftet und entspricht einem Rückgang von 75 Prozent gegenüber dem vorangegangenen zweiten Quartal diesen Jahres. Beim Vorsteuerergebnis wurde ein regelrechter Einbruch von 94 Prozent auf nur noch 93 Millionen Euro verzeichnet. Die Analysten dürften positiv überrascht sein, denn sie hatten eigentlich mit einem Verlust gerechnet. Aufgrund der Finanzkrise hat die Deutsche Bank erneut Wertberechtigungen von 1,2 Milliarden Euro vorgenommen.

Die guten Quartalszahlen resultieren aus neuen Bilanzierungsregeln, welche die Europäische Union (EU) beschlossen hatte. Demnach ist es den Banken untersagt Wertpapiere zum aktuellen Marktwert in die Bilanz zu nehmen, die nicht mehr gehandelt werden sondern müssen einen höheren langfristig erzielbaren Kurs aufnehmen. Dadurch konnte die größte Bank Deutschlands ihre Abschreibungen auf 845 Millionen Euro senken. Die Marktbedingungen sind nach wie vor nicht kalkulierbar und so wagt Konzernchef Josef Ackermann keine Prognose für sein Bankhaus.

Die Deutsche Bank AG steht dem 500 Milliarden Euro schweren Rettungspaket der Bundesregierung positiv gegenüber und hat ihr weiterhin Unterstützung zugesagt. Bislang sträubten sich viele Bankhäuser das milliardenschwere Rettungspaket in Anspruch zu nehmen aber nun zeichnet sich eine Wende ab. Es wird damit gerechnet, dass nun auch solche Banken die staatliche Finanzhilfe beanspruchen, die in der Öffentlichkeit bisher eine solche Unterstützung eine Absage erteilt haben.

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