Deutsche Bahn: Teilprivatisierung

Juni 2, 2008

Der staatliche Logistikkonzern Deutsche Bahn AG wird teilprivatisiert und wurde am 29.05.2008 von der schwarz-roten Bundesregierung beschlossen gegen die Stimmen der Grünen, Linke und FDP. Das Schienen-Netz der Bahn bleibt in der Hand des Bundes während 24,9 Prozent der Verkehrs-, und Logistikholding DB Mobility Logistics des Unternehmens an die Börse gehen. Der Börsengang ist für den 05.11.2008 geplant und soll dabei nach Angaben des Konzerns rund 8 Milliarden Euro an Einnahmen bringen.

Jeweils 33 Prozent der Milliardeneinnahmen sollen an den Staat, in das Schienen-Netz investiert und zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet werden. Der aktuelle Konzernchef Hartmut Mehdorn soll nach dem Börsengang die Deutsche Bahn AG und die Logistiktochter mit einer zeitlichen Befristung weiterhin leiten. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1994 und ist aus der Deutschen Bundesbahn und Deutschen Reichsbahn entstanden. Es ist das weltweit zweitgrößte Transportunternehmen und zählt mehr als 200 Tochterfirmen. Im Jahre 2007 wurde ein Umsatz von 31,3 Milliarden Euro erwirtschaftet und beschäftigt rund 230.000 Mitarbeiter darunter etwa 43.000 Beamte. Jährlich werden über 1,8 Milliarden Passagiere und geschätzte 300 Millionen Tonnen an Gütern transportiert.

Die Länge des Schienen-Netzes liegt bei 34.000 Kilometern und soll nach den aktuellen Planungen nach wie vor im Staatsbesitz bleiben. Im Regional-, und Fernstreckenverkehr ist die Bahn trotz zunehmender Konkurrenz noch immer führend. Die Tochterfirma DB Regio ist für den Regionalverkehr verantwortlich und steuert erheblich zum Gewinn des Konzerns bei. Bundesweit werden Bahnhöfe besonders in ländlichen Regionen modernisiert und ist Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms.

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