Der Transrapid und die Steuergelder
März 29, 2008
Im heutigen Blog-Post geht es ausnahmsweise mal nicht um ein Thema, das unmittelbar mit den Finanzen von Privatpersonen in Verbindung steht. Stattdessen folgen einige Informationen rund um den Transrapid, der heiß diskutierten Magnetschwebebahn. Den Anlass, über dieses Thema zu schreiben, stellen beachtliche Gelder dar, die der Staat zum Bau einer Trasse in Bayern zur Verfügung gestellt hat. Immerhin geht es um rund 900 Millionen Euro, die wieder verfügbar geworden sind und nun investiert werden wollen.
Im Grunde fing alles damit an, dass man in München eine Transrapid Trasse bauen wollte. Aus Kostengründen wurde das Projekt jedoch abgesagt, letzten Endes sollten sich die Kosten auf mehr als 3,4 Milliarden Euro belaufen – 1,4 Milliarden mehr als zunächst veranschlagt wurde. Der Staat hat dem Land Bayern besagte 900 Millionen Euro als Finanzspritze zur Verfügung gestellt. Weil die Transrapid Strecke nun doch nicht realisiert wird, möchte der Finanzminister den gesamten Betrag zurück eine Kasse des Bundes wandern sehen.
Bayerische Politgrößen sehen das jedoch ein wenig anders. Sie bestehen darauf, dass die 900 Millionen Euro im Land bleiben, um mit dem Geld in andere Technologieprojekte investieren zu können. Es scheint also so zu sein, als ob die 900 Millionen ohne weiteres in von einer Kasse in die andere gewandert sind, ohne konkrete Bedingungen festzulegen. Somit bleibt erst einmal abzuwarten, bis Klarheit über die Rechtslage herrscht.
Die Industrie bzw. das Entwickler-Konsortium des Transrapids hält derzeit nach einer anderen Lösung Ausschau. Es hat den Anschein, als wolle das Konsortium die Technologie verkaufen, um somit zumindest einen Teil der Entwicklungskosten wieder hereinzuholen. Doch auch diesbezüglich herrschen unterschiedliche Meinungen vor.
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