Der Goldpreis ist in Bewegung

April 8, 2008

Zu Beginn des Jahres haben sich sehr viele Anleger – darunter auch zahlreiche Privatanleger – für den Kauf von Gold entschieden. Obwohl der Goldpreis bereits in den vergangenen drei Jahren erheblich angestiegen war, konnten sich viele Anleger nicht zurückhalten und wollten ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben. Somit war es auch nicht verwunderlich, dass sich der Anstieg des Goldpreises weiterhin fortsetzte. Allerdings bietet ein steigender Goldpreis anderen Investoren die Möglichkeit, ihr einst günstig gekauftes Gold zu einem außerordentlich guten Preis zu verkaufen. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass es zu Verkäufen kam und der Goldpreis wieder zurückgegangen ist.

Es sind vor allem große Institutionen, die ihre Goldreserven zu Geld machen oder zumindest darüber nachdenken. So zum Beispiel auch der Internationale Währungsfonds (IWF), der nun bekannt gab, rund 400 Tonnen Gold zu verkaufen. Beim aktuellen Goldpreis könnte der IWF einen Erlös von rund elf Milliarden Dollar erzielen.

Ähnlich steht es auch um die Goldreserven der Bundesbank. Allerdings scheint man sich in Deutschland nicht ganz so einig zu sein, ob ein Verkauf angestrebt werden sollte. Zwar gibt es in der Politik sehr viele Befürworter, die sich für den Verkauf des Goldes aussprechen, doch gerade in der Bundesbank stoßen die Politiker auf viel Gegenwehr. Experten gehen davon aus, dass die Goldreserven der Bundesbank vorerst nicht verkauft werden.

Für den Privatanleger stellt sich nun die Frage, ob er aufgrund des Preisrückgangs die Gelegenheit nutzen und Gold kaufen sollte. Allerdings lässt sich diese Frage nur sehr schwierig beantworten. In Anbetracht der kurz- und mittelfristigen Preisentwicklung bieten sich durchaus Einstiegsmöglichkeiten, blickt man jedoch weiter zurück, so ist Gold derzeit nicht gerade günstig.

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