Der Benzinpreis befindet sich weiterhin auf einem Rekordhoch

Mai 9, 2008

Mittlerweile beläuft sich der Preis für Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt auf 1,50 Euro. Damit hat der Benzinpreis ein neues Allzeithoch erreicht, über das in den Medien sehr viel berichtet wird. Zurückzuführen ist der Preisanstieg auf die hohe Nachfrage: An den internationalen Rohstoffmärkten wird Rohöl zu absoluten Höchst- bzw. Rekordpreisen gehandelt. Das Barrel Rohöl kostet derzeit 122 Dollar und ist somit nochmals um zwei Euro angestiegen – erst in der vergangenen Woche wurde mit einem Preis von 120 Dollar eine neue Höchstmarke überschritten.

In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Journalisten mit diesem Preisanstieg beschäftigt. Sie haben errechnet, dass sich der Benzinpreis in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. Für zehn Jahren konnte man Superbenzin für rund 80 Center den Liter tanken, Diesel sogar für 60 Cent. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass der Preisvorteil von Diesel gegenüber Benzin erheblich geringer geworden ist.

Allerdings scheinen die neuen Rekordpreise die Verbraucher weniger unter Druck zu setzen, als es bisher angenommen wurde. Einer Umfrage des Vanity Fair Magazins ist die Schmerzgrenze bei vielen Menschen noch nicht erreicht. Mehr als 35 Prozent der befragten Teilnehmer gaben an, dass für sie keine konkrete Obergrenze beim Spritpreis existiere – sie sind dazu bereits, auch tiefer in die Tasche zu greifen. In einkommensstarken Schichten ist diese Bereitschaft sogar noch größer.

Übrigens, in den USA hatte niemand mit solch einem Preisanstieg gerechnet: Einige Zapfsäulen können den aktuellen Preis nicht anzeigen.

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